Hilden macht aus dem Ölker-Fest ein inklusives Bürgerfestival

Mehr Vielfalt und Teilhabe: Stadt erweitert Teilnehmerkreis und bindet neue Gruppen ein

Von Redaktion Hilden

Die Stadt Hilden plant eine grundlegende Neuausrichtung des traditionellen Bürgerschaftsfests, auch bekannt als „Ölker“ oder „Eurofete“. Dies geht aus der Beantwortung einer Ratsanfrage durch Bürgermeister Dr. Claus Pommer hervor. Nach der Pandemie und der Auflösung eines zentralen Mitorganisators wird das Fest in diesem Jahr unter dem neuen Titel „Bürgerfestival“ mit erweitertem Teilnehmerkreis vorbereitet.

Neues Konzept für das Bürgerfestival

Das bisherige Fest, seit Ende der 1980er Jahre als Gemeinschaftsveranstaltung migrantischer Vereine etabliert, steht vor einem Neustart. Neben Kulturvereinen aus Griechenland, Italien, Jugoslawien, Portugal, Marokko, Slowenien, Spanien, der Türkei und dem GUS-Raum sollen künftig auch neue Akteursgruppen einbezogen werden. Hierzu zählen Kirchengemeinden, das Jugendparlament, der Behindertenbeirat, internationale Frauentreffs, der Vertriebenenbeirat sowie das Kulturzentrum des Kreises.

Ziel: Mehr Teilhabe und Inklusion

Ziel der Neuorientierung ist es, das Fest inklusiver zu gestalten und weitere Teile der Stadtgesellschaft zur aktiven Teilnahme zu motivieren. Insbesondere neue Gruppen und Vereine sollen angesprochen werden, damit das Fest das breite Spektrum der Hildener Bevölkerung abbildet.

Rückblick: Herausforderungen und Reaktionen

Die letzten Jahre waren von Herausforderungen geprägt: Nachdem sich das Centro Italo-Tedesco 2019 aufgelöst hatte, verloren die bisherigen Feste einen zentralen Unterstützer. Die darauf folgenden Planungen für 2023 stießen auf geringe Resonanz, viele Vereine sagten ab.

Die Stadtverwaltung nutzte dies als Anlass, das Konzept grundlegend zu überdenken und einen Neubeginn zu wagen.

Rückmeldungen aus den Vereinen

  • Alle bekannten Vereine wurden eingeladen, Ideen und Wünsche einzubringen.
  • Von zwölf angefragten Vereinen sagten vier ihre Beteiligung zu, darunter der jugoslawische Kulturverein und die Ditib-Moscheegemeinde.
  • Der jugoslawische Kulturverein regte an, das bisherige Fest auch neben dem neuen Bürgerfestival fortzuführen.
  • Für ukrainische Gruppen bestehen Kontakte zu etablierten Vereinen, die bereits angesprochen wurden.
  • Syrische Mitbürger sind aktuell noch nicht organisiert, was eine Beteiligung erschwert.
  • Afghanische Familien befinden sich im Aufbau einer eigenen Organisation und könnten perspektivisch involviert werden.
  • Städtische Maßnahmen und Ausblick

    Laut Stadtverwaltung bestehen bereits konkrete Planungen zur Umsetzung des neuen Bürgerfestivals. Die Einbindung möglichst vieler Gruppen und die Berücksichtigung deren Vorstellungen wurden als vorrangige Ziele kommuniziert.

    Die Bemühungen, insbesondere neue und bislang wenig sichtbare Gruppen wie die syrische und afghanische Community für eine zukünftige Mitwirkung zu gewinnen, sollen fortgesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem offenen Dialog, um möglichst viele Wünsche und Vorstellungen einzubinden.

    Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

    Wer konkrete Fragen oder Anregungen zum Fest hat, kann sich an folgende Vertreter der SPD-Fraktion wenden:

    Das neue Bürgerfestival in Hilden steht somit für einen Neuanfang und eine Öffnung hin zu mehr Teilhabe und gesellschaftlicher Vielfalt. Die nächsten Monate werden zeigen, wie das Konzept von den verschiedenen Akteuren angenommen und weiterentwickelt wird.

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