Wie werden Bolzplätze und Ballspielwiesen in Hilden erhalten?

CDU-Fraktion fragt nach Pflege, Zuständigkeiten und Kosten – Verwaltung verweist auf zentrale Betreuung und fehlende gesonderte Erhebung

Von Redaktion Hilden
Wie werden Bolzplätze und Ballspielwiesen in Hilden erhalten?
Bild zum Beitrag© Sobirey, Ilka

CDU-Fraktion erkundigt sich nach Pflege und Erhalt der Hildener Bolzplätze

Die CDU-Fraktion Hilden hat die Stadtverwaltung um Auskunft zum Erhalt und zur Pflege der Bolzplätze im Stadtgebiet gebeten. In insgesamt acht Fragen ging es unter anderem um vorhandene Anlagen, Pflegeintervalle, Standards, Kosten und mögliche Einsparungen.

In ihrer Antwort stellt die Verwaltung zunächst klar, dass zwischen Bolzplätzen beziehungsweise Ballspielwiesen und Sportplätzen oder Sportanlagen unterschieden werden müsse. Bolzplätze und Ballspielwiesen seien öffentliche Spiel- und Freizeiteinrichtungen, die im Spielplatzentwicklungsplan als Sonderspielflächen bewertet und als Ballspielanlagen zusammengefasst würden.

Sie dienten dem freien und spontanen Spielen sowie der selbstbestimmten Freizeitgestaltung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, stünden aber grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Anders als Sportanlagen seien sie nicht auf organisierten Sportbetrieb ausgelegt. Die Ausstattung sei daher bewusst einfach und robust gehalten.

Zwölf Anlagen im Stadtgebiet

Nach Angaben der Verwaltung gibt es in Hilden folgende Bolzplätze und Ballspielwiesen:

  • Bolzplatz Am Anger
  • Ballspielwiese Am Eichelkamp
  • Bolzplatz Am Stadtwald
  • Ballspielwiese Dürerweg / Kalstert / Max-Volmer-Straße
  • Ballspielwiese Elb
  • Ballspielwiese Hans-Sachs-Straße
  • Ballspielwiese Kalstert
  • Bolzplatz Karnaper Straße
  • Ballspielwiese Kosenberg
  • Bolzplatz Reisholzstraße
  • Ballspielwiese Schalbruch
  • Ballspielwiese Westring / Gerresheimer Straße

Keine gesonderte Nutzungserhebung

Eine Evaluation der Nutzung findet nach Auskunft der Stadt nicht statt. Das gelte ebenso für andere öffentliche Spiel- und Freizeiteinrichtungen wie etwa Kinderspielplätze.

Pflege nach Plan des Zentralen Bauhofs

Die Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen werden nach Angaben der Verwaltung durch den Zentralen Bauhof durchgeführt. Genannt werden dabei folgende Arbeiten:

  • 12 bis 15 Mähdurchgänge in der Vegetationszeit eines Jahres
  • ein bis zwei Pflegedurchgänge der umliegenden Beet- und Strauchflächen
  • Laubbeseitigung
  • Reinigung der Bolzplatzschilder
  • wöchentliche Kontrolle der Verkehrssicherheit
  • Auffüllen von Löchern und Entfernung von etwa Maulwurfshügeln im Spielbereich nach Bedarf und nach Feststellung der wöchentlichen Spielplatzkontrolle

Ballfangeinrichtungen werden nach Bedarf instandgesetzt oder erneuert. Die Stadt verweist zudem darauf, dass sich Mähintervalle und Pflegestandards aus dem Pflegeplan des Zentralen Bauhofs ergeben.

Niedrigerer Standard als bei Sportrasenflächen

Die Verwaltung betont, dass Bolzplätze und Ballspielwiesen nicht mit klassischen Sportrasenflächen vergleichbar seien. Es handele sich nicht um Flächen mit spezifischem Schichtaufbau und Drainage. Zudem könnten sie im Unterschied zu Sportrasenflächen ohne feste Ruhezeiten dauerhaft bespielt werden.

Abgesehen von der Ausbesserung von Löchern und dem regelmäßigen Rasenschnitt würden keine intensiven Pflegemaßnahmen vorgenommen. Daraus ergebe sich ein deutlich niedrigerer Platzstandard als bei Sport- und Fußballplätzen.

Dieser zeige sich laut Verwaltung unter anderem in stark abgenutzten Grasflächen, besonders in den Torräumen, in stärkerer Bodenverdichtung mit zeitweisen Nässeproblemen sowie in einer geringeren Ebenmäßigkeit, die teils durch Maulwurftätigkeit verstärkt werde.

Ganzjährige Bespielbarkeit nicht immer möglich

Eine ganzjährige Nutzung der Spiel- und Freizeiteinrichtungen könne aus Witterungsgründen nicht gewährleistet werden. Genannt werden unter anderem Frost und übermäßige Vernässung. Die Pflege erfolge auch hier nach dem beschriebenen Pflegeplan.

Keine Zuordnung einzelner Kosten, keine Einsparungen geplant

Konkrete Kostenpositionen für einzelne Bolzplätze lassen sich laut Verwaltung nicht zuordnen. Die Kostenrechnung des Zentralen Bauhofs gliedere nicht nach einzelnen Sport- und Freizeiteinrichtungen auf.

Veränderungen oder Einsparungen bei der Pflege der Bolzplätze und Ballspielwiesen sind nach Auskunft der Stadt derzeit nicht vorgesehen.

Hintergrund der Anfrage

Die CDU-Fraktion begründet ihre Anfrage damit, dass Bolzplätze ein wichtiger Bestandteil der Freizeit- und Bewegungsangebote für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene seien. Sie förderten körperliche Aktivität ebenso wie das soziale Miteinander im öffentlichen Raum. Deshalb sei ihre dauerhafte Nutzbarkeit von besonderer Bedeutung.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: