Menden verweist Jahresabschluss 2025 zur Prüfung

Rat übergibt Entwurf wegen Fehlbetrag von rund 12,7 Millionen Euro an den Rechnungsprüfungsausschuss; Prüfung ab August, Beschluss voraussichtlich im November 2026

Der Rat der Stadt Menden hat in seiner Sitzung am 14. Juli 2026 den Entwurf des Jahresabschlusses für das Haushaltsjahr 2025 zur Kenntnis genommen und zur weiteren Prüfung an den Rechnungsprüfungsausschuss verwiesen.

Defizit fällt deutlich geringer aus als geplant

Der Jahresabschluss 2025 weist einen Fehlbetrag von rund 12,7 Millionen Euro aus. Im Haushaltsplan war noch ein Defizit von rund 20,7 Millionen Euro veranschlagt worden. Damit liegt das Ergebnis um rund 7,9 Millionen Euro über der Planung.

Auch im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Lage verbessert. Im Jahresabschluss 2024 hatte das Defizit noch bei rund 17,3 Millionen Euro gelegen. Trotz dieser Entwicklung schließt das Haushaltsjahr erneut mit einem Minus ab.

Höhere Erträge, aber auch steigende Aufwendungen

Nach Angaben der Stadt waren vor allem höhere Erträge für die Verbesserung verantwortlich. Bei der Gewerbesteuer ergaben sich Mehrerträge von 11,7 Millionen Euro. Auch die Benutzungsgebühren entwickelten sich positiv und lagen um 1,4 Millionen Euro über dem Planansatz.

Bei den Aufwendungen gab es zugleich Mehr- und Minderaufwendungen. Die Personal- und Versorgungsaufwendungen lagen zusammen um rund 9,0 Millionen Euro über den Planansätzen. Als Ursache nennt die Stadt in beiden Bereichen erhebliche überplanmäßige Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen.

Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen beliefen sich auf 25,9 Millionen Euro und lagen damit um rund eine Million Euro unter der Planung. Nach Angaben der Stadt konnten hier bereits erste Einsparungen erzielt werden.

Eigenkapital sinkt weiter

Trotz der verbesserten Entwicklung bleibt die Haushaltslage der Stadt angespannt. Das Eigenkapital verringerte sich infolge des Jahresfehlbetrags von rund 35,7 Millionen Euro auf rund 23,0 Millionen Euro. Nach Einschätzung der Stadt wird es bis spätestens Ende dieses Jahres voraussichtlich vollständig verbraucht sein.

Stadtkämmerer Uwe Siemonsmeier ordnet das Ergebnis so ein: „Trotz Verbesserungen insbesondere durch einen erheblichen, leider temporären und nicht nachhaltig wirkenden Zuwachs bei der Gewerbesteuer ist der Gang in die bilanzielle Überschuldung aufgrund der dramatischen Unterfinanzierung der Städte und Gemeinden nicht aufzuhalten!“

Prüfung startet ab August

Mit der Kenntnisnahme durch den Rat beginnt nun das weitere Prüfungsverfahren. Der Rechnungsprüfungsausschuss wird den Entwurf des Jahresabschlusses prüfen lassen. Die Prüfung durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll ab August 2026 erfolgen.

Nach Abschluss der Prüfung soll der Rat der Stadt Menden den Jahresabschluss voraussichtlich im November 2026 endgültig feststellen.

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