Menden pflanzt „Bäume der Erinnerung“

Neue Initiative ehrt verdiente Persönlichkeiten mit Tafeln an alten Bäumen – Vorschläge bis 30. Juni möglich

Die Stadt Menden startet eine besondere Initiative, um das Engagement verdienstvoller Persönlichkeiten dauerhaft im Stadtbild zu würdigen. Unter dem Titel „Bäume der Erinnerung“ haben Bürgerinnen und Bürger ab sofort bis zum 30. Juni die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, wem im Stadtgebiet eine öffentliche Widmung zuteilwerden soll.

Eine neue Form der Erinnerungskultur in Menden

Die Initiative zielt darauf ab, einen „Wald der Erinnerung“ zu schaffen. Sie entstand auf Anregung der SPD-Fraktion, die einen Ratsantrag zur Umsetzung einbrachte. Ziel ist es, Menschen, die sich um das Wohl der Stadt besonders verdient gemacht haben, nach ihrem Tod eine besondere Ehrung zu erweisen.

Statt neuer Pflanzungen werden hierfür bestehende, alte Bäume ausgewählt. Diese erhalten eine informative Beschilderung, mit der das Engagement und die Lebensleistung der gewürdigten Persönlichkeiten sichtbar gemacht werden. So entsteht eine Erinnerungslandschaft, die Vergangenheit aufzeigt und zugleich für künftige Generationen erhalten bleibt.

Antragsverfahren und Auswahlkriterien

Vorschläge für die Ehrung können über ein eigens erstelltes Formular eingereicht werden. Dieses findet sich online auf der städtischen Website unter dem Stichwort „Erinnern“.

  • Einreichungszeitraum: bis 30. Juni
  • Voraussetzung: Der oder die Vorgeschlagene muss sich besonders um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben
  • Auswahl: Die Auswahl orientiert sich an städtischen Richtlinien, vergleichbar mit der Benennung von Straßen oder der Verleihung von Ehrenbürgerwürden und Heimatpreisen
  • Besonderheit: Bei der Zuweisung wird auf Wirkungssstätte, Wohnort und Lebensbereich geachtet
  • Ein Gremium aus Fachleuten berät die eingereichten Vorschläge und spricht dem Kulturausschuss gegenüber eine Entscheidungsempfehlung aus. Welche Person welchem Baum zugeordnet wird, erfolgt nach gründlicher Recherche und unter Einbeziehung einer Vorschlagsliste geeigneter Bäume – diese sind für Besuchende gut erreichbar und fügen sich in das Gesamtkonzept ein.

    Von alten Bäumen zu lebendigen Geschichten

    Im Mittelpunkt des Projekts stehen Bäume, die zum Teil bereits eine eigene Geschichte haben. Durch das Anbringen einer schlichten Informationsstele wird der Lebensweg und das Wirken der geehrten Persönlichkeiten sichtbar. So erhält die Erinnerungslandschaft Mendens ein neues, aktualisiertes Erscheinungsbild, das moderne Gedenkkultur und Naturschutz verbindet.

    Erste Umsetzung ab 2026 geplant

    Der Ausschuss für Kultur und Tourismus hat am 18. Juni 2025 beschlossen, das Projekt im Jubiläumsjahr 2026 zu starten. Das städtische Kulturbüro hat hierfür ein umfassendes Konzept entwickelt, das sowohl Erinnerung als auch Umweltaspekt berücksichtigt.

    title="Jutta Törnig-Struck"

    subtitle="Ansprechpartnerin im Kulturbüro für das Projekt „Bäume der Erinnerung“"

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    Die Stadt Menden ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen und Vorschläge einzureichen. Damit wird das Engagement vieler Menschen sichtbar gemacht und für die Zukunft bewahrt.

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