Leteln wird Mindens Klimadorf

In dem Stadtbezirk entsteht in den kommenden Monaten ein nachhaltiges Dorfentwicklungskonzept – gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft und der Stadt.

Von Redaktion Minden

In Minden startet ein neues Vorhaben, das Klimaschutz und Dorfentwicklung miteinander verbindet. Projektdorf wird der Stadtbezirk Leteln. Dort soll in den kommenden Monaten ein nachhaltiges Dorfentwicklungskonzept entstehen, das anschließend Schritt für Schritt gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft und mit Unterstützung der Stadtverwaltung umgesetzt werden soll.

Die Stadt verfolgt damit das Ziel, einen zukunftsorientierten Fahrplan für die nächsten Jahre zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Synergien zwischen Dorfentwicklung und Stadtplanung sowie die Frage, wie ein Dorf nachhaltig, lebendig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Gemeinwohl, Zusammenarbeit und konkrete Klimaschutzthemen

Im Projekt soll nicht nur die Entwicklung des Ortes im Blick stehen, sondern auch das Gemeinwohl im Dorf gestärkt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit von Verwaltung und Bürger*innen vor Ort. Nach Angaben der Stadt sollen dabei Ideen und Projekte entstehen, die sowohl die Dorfgemeinschaft stärken als auch konkrete Beiträge zum Klimaschutz leisten.

Dabei können verschiedene Themen eine Rolle spielen. Genannt werden:

  • nachhaltige Mobilität
  • Energie
  • Begrünung
  • Aufenthaltsqualität
  • gemeinschaftliche Aktionen
  • Teil des Integrierten Klimaschutzkonzepts

    Das Projekt geht auf eine Maßnahme aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Minden zurück. Bereits im Februar hatte die Stadtverwaltung im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den geplanten Prozess informiert und interessierte Dörfer eingeladen, sich zu bewerben.

    Auf diese Einladung gingen fünf Bewerbungen ein. Sie kamen aus den Dörfern Kutenhausen/Todtenhausen, Dützen, Haddenhausen, Hahlen und Leteln. Die Stadt hebt hervor, dass die eingereichten Bewerbungen das Engagement, die Kreativität und die Zukunftsorientierung der beteiligten Orte deutlich machen. Zugleich unterstreichen sie laut Mitteilung die Lebendigkeit und Innovationskraft der ländlichen Räume.

    Auswahl durch Gremium aus Verwaltung und Politik

    Über das Projektdorf entschied anschließend ein gemeinsames Gremium aus Verwaltung und Politik. Die Wahl fiel auf Leteln und wurde am 3. Juni im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr bekanntgegeben.

    Die Stadt betont, dass bewusst kein Konzept von außen vorgegeben werden sollte. Stattdessen sollten die Menschen vor Ort eigene Ideen entwickeln, die zum Dorf passen und langfristig getragen werden können. Dieser Ansatz solle sicherstellen, dass das Konzept aus dem Ort heraus entsteht und später auch von der Dorfgemeinschaft mitgetragen wird.

    Stimmen aus der Stadtverwaltung

    Der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz der Stadt Minden, Lars Bursian, verweist darauf, wie viel Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Tatkraft in den Dörfern stecke. Die Stadt freue sich darauf, den Prozess nun gemeinsam mit Leteln weiterzuführen.

    Auch Bürgermeister Peter Kock betont die Bedeutung des Projekts. Klimaschutz gelinge besonders dann, wenn Menschen vor Ort mitgestalten können. Die Dörfer leisteten bereits heute einen wichtigen Beitrag für Gemeinschaft, Ehrenamt und Lebensqualität. Mit dem Projekt sollen diese Stärken weiter gefördert und zugleich konkrete Zukunftsthemen gemeinsam angegangen werden.

    Dank an alle Bewerberorte

    Zum Abschluss bedankt sich die Stadtverwaltung ausdrücklich bei allen Dörfern, die sich beworben haben. Auch wenn nur ein Ort für das Pilotprojekt ausgewählt werden konnte, sollen die übrigen Dörfer weiterhin bei Herausforderungen und Ideen im Bereich nachhaltiger Dorfentwicklung unterstützt werden.

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