Marathon-Radler Trelenberg radelt für schwerkranke Kinder
81 Tage, 4.500 Kilometer und über 100.000 Euro Spenden für den Verein ‚Wünsch dir was e.V.‘

Die Stadt Minden hat am 1. August 2025 einen ganz besonderen Gast empfangen: Oliver Trelenberg, auch bekannt als Oliver aus Hagen, radelt seit zehn Jahren quer durch Deutschland, um krebskranke Menschen zu unterstützen und anderen Mut zu machen. Die diesjährige Tour, die ihn in 81 Tagen rund 4.500 Kilometer durch das Land führt, steht wie gewohnt im Zeichen des Engagements für einen guten Zweck.
Station in Minden: Empfang vor dem historischen Rathaus
Am vergangenen Freitag wurde Trelenberg vor dem Rathaus in Minden von der stellvertretenden Bürgermeisterin Renate Müller begrüßt. Mit den Worten „Wenn jede/r so denken und handeln würde, wäre die Welt vermutlich ein bisschen besser“ drückte sie ihre Wertschätzung für den Hagener aus, der trotz eigener schwerer Krankheitsgeschichte anderen Hoffnung schenkt. Müller überreichte Oliver einen privaten Umschlag mit Spende sowie das Buch „Überleben Fahrrad“.
Radtour für den guten Zweck: Spenden sammeln für „Wünsch dir was e.V.“
Die Benefiz-Aktion steht unter der Schirmherrschaft des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz. Der diesjährige Unterstützerverein „Wünsch dir was e.V.“ erfüllt schwer- und schwerstkranken Kindern und Jugendlichen sehnlichste Wünsche. Oliver Trelenberg sammelt auf seiner Tour Spenden für diesen Zweck und verteilt an jeder Station Flyer mit seiner Geschichte, weiteren Informationen und dem Spendenkonto. Bereits rund 800 Flyer hat er auf seiner bisherigen Strecke übergeben.
Seit 2015 fährt Trelenberg als Marathon-Radfahrer jedes Jahr mehrere tausend Kilometer durch Deutschland. Auch andere Vereine, die sich für krebskranke Kinder und Menschen einsetzen, wurden so bereits von ihm unterstützt. Insgesamt hat der Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen und der Verdienstmedaille der Stadt Hagen mittlerweile über 100.000 Euro an Spenden gesammelt.
Besonderheiten der Tour: Ausdauer, Mut und persönlicher Antrieb
Während seiner 81-tägigen Tour legt Oliver täglich zwischen 40 und 90 Kilometer zurück – meist auf klassischen Karten navigierend, denn GPS-Navigation nutzt er nicht. Nur drei Ruhetage gönnt er sich, um die Wäsche zu waschen.
Die Route führt ihn nach Stationen wie Nienburg und Minden weiter nach Hameln, Höxter, Paderborn, Lippstadt, Unna und schließlich zurück nach Hagen. Die Stadt Hagen unterstützt ihren engagierten Bürger mit Schreiben des Oberbürgermeisters und setzt sich bei anderen Kommunen für Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung ein, damit die Spenden ungeschmälert ankommen.
Hintergrund: Eigenes Schicksal als Antrieb
Trelenbergs Engagement ist eng mit seiner eigenen Lebensgeschichte verbunden. Nach schwierigen Erfahrungen in Kindheit und Jugend und einer langen Phase der Alkoholabhängigkeit, die er 2003 überwand, fand er 2009 im Radfahren eine neue Lebensperspektive.
2013 erkrankte er an Kehlkopfkrebs, wodurch ihm der Kehldeckel fehlt. Seitdem muss er beim Essen und Trinken besonders vorsichtig sein. Den körperlichen Herausforderungen begegnet er mit Ausdauer: Nach der Operation begann er langsam wieder zu trainieren und nutzt heute ein Pedelec, das ihm die nötige Unterstützung bei den zum Teil langen Etappen bietet.
Motivation und Ausblick
Die Planung seiner Touren beginnt für Oliver stets zu Weihnachten. Statt sich von schwierigen Gedanken überwältigen zu lassen, richtet er den Blick nach vorn: neue Strecken, Begegnungen und das Bewusstsein, etwas Positives bewirken zu können, bestimmen sein Handeln. Auf die Frage nach dem schönsten Streckenabschnitt antwortet er schlicht: „Eigentlich überall“, hebt jedoch den Weserradweg besonders hervor.
Mehr Informationen zu Oliver Trelenbergs Tourhttp://oli-radelt.de
Oliver Trelenberg auf Facebookhttp://www.facebook.com/oliradelt
Kontakt für Unterstützende und Interessierte
Das Engagement von Oliver Trelenberg zeigt: Persönliche Herausforderungen können in gesellschaftlichen Gewinn verwandelt werden. Seine Tour setzt ein Zeichen für Solidarität, Mitgefühl und den Wert des Durchhaltens. Wer ihn unterstützen oder mehr erfahren möchte, kann sich über die angegebenen Kanäle informieren.
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