Minden bekommt neues Museumscafé

Kofi Kaffeebar & Rösterei eröffnen 2025 mit nachhaltigem Kaffee und frischem Gebäck

Von Redaktion Minden
Minden bekommt neues Museumscafé
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Nach längerem Leerstand erhält das Museumscafé in der Oberen Altstadt von Minden wieder neues Leben: Die Inhaber der „Kofi Kaffeebar & Rösterei“, Waldemar Gamper und Peter Dick, übernehmen die traditionsreiche Gastronomie und wollen damit ein frisches Konzept in die Räumlichkeiten bringen. Die Stadt Minden hat den Pachtvertrag unterzeichnet, die Eröffnung ist für das vierte Quartal 2025 anvisiert.

Neues Leben im historischen Ambiente

Die bisher leerstehenden Räume sollen künftig einen lebhaften Treffpunkt bieten – das ist das erklärte Ziel der Jung-Unternehmer. Bereits bei ihrer ersten Besichtigung im Januar 2025 zeigte sich das „Kofi“-Team begeistert vom Charme des alten Hauses. Die Betreiber planen ein vielfältiges Angebot: Neben eigenen Kaffeekreationen aus der hauseigenen Rösterei sind Frühstück, frisch gebackener Kuchen und Gebäck feste Bestandteile des künftigen Sortiments.

Das Café erstreckt sich über zwei Ebenen mit je rund 35 bis 40 Sitzplätzen. Im kleinen Innenhof steht zudem eine Außenfläche bereit, die bei gutem Wetter zusätzliche Plätze bietet. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Samstag geplant.

Erfahrung und Leidenschaft für Kaffee

Waldemar Gamper und Peter Dick bringen einschlägige Erfahrung mit. Seit 2016 betreiben sie die „Kofi Kaffeebar & Rösterei“ mit einem inzwischen zwölfköpfigen Team an der Hufschmiede. Bereits zuvor startete Gamper seine Selbstständigkeit mit einem mobilen Kaffeeausschank. Die beiden Unternehmer legen großen Wert auf nachhaltigen und fairen Handel. Sie zahlen ihren Importeuren für Spezialitätenkaffee Premiumpreise, die deutlich über dem Weltmarktpreis liegen. Damit leisten sie nach eigenen Angaben einen Beitrag zur Förderung des Kaffeeanbaus und der Lebensqualität in den Ursprungsländern.

Mit dem neuen Museumscafé wollen sie ihren Ansatz fortführen und als Ergänzung zum bestehenden Standort etablieren. Die Rösterei bleibt weiterhin an der Fläche nahe dem Bahnhof, auch der Standort an der Hufschmiede wird fortgeführt.

Historie und bauliche Entwicklung

Das Mindener Museum residiert inzwischen seit 13 Jahren in fünf denkmalgeschützten Gebäuden und wurde zwischen 2011 und 2012 umfassend saniert. Architekt Gottfried Kasel, verantwortlich für diese Sanierung, brachte die neuen Pächter mit der Stadt zusammen. Bereits 2015 gab es den ersten Versuch, Waldemar Gamper für den Standort zu gewinnen – damals jedoch noch verfrüht.

Die Suche nach einem geeigneten Pächter gestaltete sich über Jahre schwierig: Trotz mehrerer Anläufe, unter anderem durch einen Verein im Jahr 2018, blieb das Café geschlossen. Nun setzt die Stadt große Hoffnungen in die neuen Betreiber, um einen attraktiven Anziehungspunkt in der Oberen Altstadt zu schaffen.

Perspektiven für den Standort

Der Standort gewinnt in Zukunft weiter an Attraktivität: Die klimafreundliche Umgestaltung des Platzes an der „Roten Schule“ ist bereits geplant. Durch die Entsiegelung der Asphaltfläche und die Schaffung „grüner Oasen“ sowie neuer Freizeitangebote möchte die Stadt Minden für ein besseres Stadtklima sorgen und erhält dafür Bundesfördermittel. Baubeginn soll spätestens Anfang 2026 sein.

Auch Philipp Koch, Leiter der Mindener Museen, erwartet positive Impulse durch das Café für die Dauerausstellungen, Veranstaltungen und die gesamte Oberstadt.

Kontakt für Rückfragen

Mit dem „Kofi Museums-Café“ setzt Minden auf ein modernes Konzept, das Tradition, Nachhaltigkeit und Genuss verbindet. Die Erwartungen an den neuen Treffpunkt sind hoch – sowohl von Seiten der Stadt als auch der Museumsleitung und der Betreiber selbst.

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