Minden wird fairer

Zehn Jahre Fairtrade Town: Engagement für nachhaltigen Handel und bewussten Konsum

Von Redaktion Minden
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Die Stadt Minden feiert am 24. April 2025 ein besonderes Jubiläum: Zehn Jahre Fairtrade Town. Seit ihrer Auszeichnung setzt Minden deutliche Zeichen für nachhaltigen Handel und gesellschaftliches Engagement. Stadtentwicklerin Ivona Čalić unterstreicht, dass sich die Stadt kontinuierlich weiterentwickelt habe und zahlreiche Projekte sowie Veranstaltungen eindrucksvoll zeigen, wie Nachhaltigkeit im Alltag integriert werden kann.

Nachhaltiges Engagement: Projekte und Kooperationen

Ein herausragendes Beispiel im Jubiläumsjahr ist das Upcycling-Projekt der Stadtverwaltung. In enger Zusammenarbeit mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung entstand aus alten Werbe- und Infobannern eine limitierte Kollektion von rund 230 Unikaten. Das Spektrum reicht von Taschen und Schürzen bis zu Mäppchen. Der Verkauf startete im September 2024, zunächst für städtische Mitarbeitende und später auch über den Shop der Marketing GmbH.

Die Produkte fanden zudem als Preise und Geschenke bei Aktionen wie dem Stadtradeln oder dem Tag der offenen Tür der Städtischen Betriebe Minden Verwendung. So wird nachhaltiges Handeln erlebbar und sichtbar gemacht.

Impulse für nachhaltige Beschaffung

Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung einer Leitlinie für nachhaltige Beschaffung. Die Stadt bindet damit ökologische, soziale und wirtschaftliche Kriterien in ihre Prozesse ein und orientiert sich an den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs).

So leistet Minden sowohl im lokalen Kontext als auch in globalen Lieferketten einen wichtigen Beitrag zur Förderung des fairen Handels.

Starke Partnerschaften: Gemeinsam für faire Chancen

Im Netzwerk der Fairtrade Town Minden engagiert sich eine Steuerungsgruppe unterschiedlicher Akteure. Ein Highlight ist die alljährliche Orangen-Aktion des Weltladens, die im gesamten Kreisgebiet für Aufmerksamkeit sorgt. Unterstützung erhält diese von SOS Rosarno aus Kalabrien, einem Verein, der sich für einen direkten, fairen Vertrieb zwischen Landwirt*innen, Arbeiter*innen und Konsument*innen einsetzt.

Im Rahmen der Fairen Woche 2024 fand zudem ein Faires Unternehmensfrühstück statt. Regionale Unternehmen erhielten dabei die Möglichkeit, sich zu fairer Beschaffung und nachhaltigem Wirtschaften auszutauschen.

Sichtbarkeit im Stadtleben und Mitmachangebote

Das Thema Fairtrade ist kontinuierlich präsent und prägt das öffentliche Leben in Minden. Bei Veranstaltungen wie dem Präventionstag „Zerbrich dir nicht den Kopf“ am 17. Mai, dem Stadtteilfest „Vielfalt feiern“ am 24. Mai auf der Rechten Weserseite oder dem „Eine Stadt für alle“-Festival am 21. September wird die Stadtverwaltung mit eigenen Informationsständen vertreten sein. Bürger*innen können sich dort aus erster Hand informieren, faire Produkte entdecken und eigene Beiträge leisten.

Bewusstsein schaffen – Noch viel zu tun

Themen wie das Lieferkettengesetz und die CSRD-Berichtspflicht haben das Bewusstsein für faire Produktionsbedingungen weiter geschärft. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf: Das Wissen um die Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens ist noch ausbaufähig. Wie Ivona Čalić betont, versteht die Stadt Minden Aufklärung und Sensibilisierung als gemeinsame Aufgabe von Verwaltung, Wirtschaft und Bürger*innen – mit dem Ziel, eine gerechtere Welt zu schaffen, in der jeder Einkauf zählt.

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