Neuer Beirat stärkt Rechte von Menschen mit Behinderungen in Minden
44 Delegierte wählen Gremium für Barrierefreiheit und inklusive Teilhabe – Startschuss im September

Im Großen Rathaussaal von Minden herrschte am 4. September reges Treiben: Die Wahl des neuen Beirats für Menschen mit Behinderungen stand auf der Agenda. Insgesamt 44 Delegierte, darunter auch alle Bewerberinnen und Bewerber, waren zusammengekommen, um die künftige Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen in der Stadt festzulegen.
Wahl und Zusammensetzung des neuen Beirats
Die Veranstaltung wurde von der Ersten Beigeordneten Daniela Giannone eröffnet, die die Bedeutung des Engagements in diesem Bereich hervorhob. Im Anschluss stellten sich 14 Kandidatinnen und Kandidaten mit Schwerbehindertenausweis vor. Sechs davon wurden als ordentliche Mitglieder in den Beirat gewählt, unterstützt von weiteren Stellvertretungen.
Auch die 13 Bewerberinnen und Bewerber ohne Schwerbehinderung präsentierten ihre Motivation und Ziele. Aus dieser Gruppe wurden sowohl ordentliche Mitglieder als auch drei Stellvertreterinnen und Stellvertreter benannt.
Gewählte Mitglieder mit Schwerbehinderung
Gewählte Mitglieder ohne Schwerbehinderung
Stellvertretende Mitglieder
Vielfalt der Themen und Anliegen
Die Vielfalt der eingereichten Themen zeugte von der Bandbreite an Herausforderungen und Engagement: Wesentliche Punkte waren die Barrierefreiheit in Gebäuden und Wohnungen, die Gestaltung öffentlicher Räume, die verbesserte Sichtbarkeit psychischer Erkrankungen, der Einsatz für leichte Sprache und barrierefreies Internet, aber auch das Eintreten für soziale Gerechtigkeit sowie der Abbau bürokratischer Hürden. Der rote Faden der Veranstaltung war der Wunsch, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur teilhaben, sondern selbstverständlich teilnehmen sollen.
Neue Impulse im Beirat – und wie es weitergeht
Viele neue Mitglieder verstärken den Beirat, was insbesondere von erfahrenen Kräften ausdrücklich begrüßt wurde. Nach rund drei intensiven Stunden stand die Zusammensetzung für die nächsten fünf Jahre fest. Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Beirats findet am 16. September statt. Nicht gewählte Bewerberinnen und Bewerber verbleiben auf der Reserveliste.
Esther König, Fachkraft für Behindertenbelange, richtete sich an alle: "Alle mit ihrem Fachverstand werden gebraucht. Sie haben sich nicht vergebens um dieses Ehrenamt beworben."
Unabhängige Interessenvertretung mit gesellschaftlichem Auftrag
Der Beirat agiert unabhängig vom Rat der Stadt und beschäftigt sich mit Themen, die sowohl die Verwaltung als auch politische Gremien betreffen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
Ausblick
Der neu gewählte Beirat bringt zahlreiche frische Stimmen und vielfältige Kompetenzen ein. Bewegung und Veränderung sind dabei feste Bestandteile der Arbeit. Die nächsten fünf Jahre werden zeigen, wie Minden durch das Engagement des Beirates der vollständigen Teilhabe für Menschen mit Behinderungen näherkommt. Mit der anstehenden konstituierenden Sitzung setzt der neue Beirat ein wichtiges Zeichen für gelebte Inklusion in der Stadt.
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