Neuer Schwimmsteg für Minden: Hochwasser-Schaden beseitigt
Modernes Bauwerk am Weserufer bietet mehr Sicherheit und verbessert Freizeitmöglichkeiten – Fertigstellung im September

Der Weser-Hochwassersommer 2024 forderte in Minden sein Tribut: Die jahrzehntelang genutzte Steganlage der DLRG-Ortsgruppe wurde durch die starken Strömungen so schwer beschädigt, dass eine Nutzung nicht mehr möglich war. Seitdem herrschte in der Stadt eine spürbare Lücke für Wassersportbegeisterte und Gäste mit Sportbooten. Nun soll ein moderner, ganzjährig nutzbarer Schwimmsteg Abhilfe schaffen.
Neue Anlegestelle für Sportboote – Bau und Finanzierung
Die neue Schwimmsteganlage wird in Sichtweite des Bootshauses nahe der Schiffmühle errichtet und soll bereits Anfang September eingeweiht werden. Verantwortlich für das Projekt ist die DLRG-Ortsgruppe Minden, deren Vorsitzender Volker Zoerb die Unterstützung von vielen Seiten besonders hervorhebt: „Da keine Versicherung über den alten Anleger bestand, bin ich sehr froh und dankbar, dass es viele Unterstützer*innen und Fördermittel für eine Neuanschaffung gibt“, so Zoerb bei der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheides.
Die Stadt Minden engagiert sich mit einer Investitionsförderung von 30.000 Euro, die aus dem Bereich der städtischen Sanierung und Entwicklung stammt. Weitere entscheidende Mittel stammen aus der Sportpauschale des Landes Nordrhein-Westfalen: Ganze 120.000 Euro wurden nach Beschluss des Sportausschusses am 27. Mai 2025 bewilligt.
Bauliche Details und technische Eckdaten
Der neue Schwimmsteg wird das Uferbild der Weser künftig prägen: Mit einer Breite von 28,50 Metern und einer Auskragung von etwa 10 Metern in den Fluss bietet er nicht nur Vereinen, sondern auch Touristinnen und Touristen eine attraktive Möglichkeit zur Anlandung. Die Anlage verfügt über drei Landzugänge und ist speziell auf den bequemen Ausstieg für Motorboote ausgerichtet. Die Genehmigung wurde durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bereits erteilt. Die Errichtung am linken Weserufer bei Kilometer 202,560 ist in vollem Gange – drei Betonfundamente sind bereits erstellt, Erdarbeiten verlaufen planmäßig.
Die neue Steganlage ist robust konstruiert und soll ganzjährig im Wasser verbleiben können. Sie ist für Strömungen bis zu 11 km/h ausgelegt und damit den Herausforderungen des Weserhochwassers deutlich besser gewachsen als ihr Vorgänger.
Tourismus und Sicherheit im Fokus
Die Bedeutung der neuen Anlagestelle für die Stadt hebt Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz, hervor: Die Attraktivität des Freizeitareals an der Weser werde damit weiter gesteigert. Bislang mussten Gäste mit Sportbooten improvisierte und wenig ansprechende Liegeplätze unter der Kaiserstraßenbrücke nutzen. In Zukunft steht ihnen eine moderne Anlegestelle zur Verfügung – es sei denn, die DLRG nutzt diese für Einsätze.
Neben den Vorteilen für den Tourismus spielt auch die Sicherheit eine zentrale Rolle. Für die neue Steganlage wird erstmals eine Versicherung abgeschlossen, und die DLRG-Ortsgruppe übernimmt die Unterhaltung und Verkehrssicherungspflicht.
Projektfortschritt und Perspektiven
Bereits zum Zeitpunkt der Bescheidübergabe – dokumentiert bei einem Ortstermin mit Lars Bursian und Volker Zoerb am Ufer der Weser – waren die ersten Baufortschritte sichtbar. Die DLRG plant, bis zum September die Fertigstellung zu feiern und damit rechtzeitig zu Beginn des Spätsommers neuen Schwung in die Wassersportsaison zu bringen.
Die Umsetzung muss nach den Vorgaben der Fördermittel noch im laufenden Jahr begonnen werden. Die Stadt und beteiligte Vereine sehen den Fortschritt optimistisch und setzen auf eine nachhaltige Aufwertung des Freizeitstandorts an der Weser.
Mit der neuen Anlegestelle erhält Minden nicht nur ein modernes Highlight für Sportboote, sondern einen wichtigen Baustein für die touristische Entwicklung – und ein sicheres Fundament für die Zukunft des Wassersports am Weserufer.
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