Neues Gewerbegebiet in Minden: Zukunftsorientierte Expansion

Auf 15,8 Hektar entsteht eine Fläche für lokale Unternehmen, unterstützt durch Stadt und Behörden, mit Fokus auf Umwelt und Transparenz

Von Redaktion Minden

Die Stadt Minden setzt einen deutlichen Impuls für die künftige wirtschaftliche Entwicklung: Im Bereich nördlich der Karlstraße bis zum Tierheim sowie östlich des Grünbereichs am Backelgraben wird ein etwa 15,8 Hektar großes Areal als neue Gewerbefläche ausgewiesen. Das entspricht rund 21 Fußballfeldern und soll vor allem heimischen Unternehmen Raum für Expansion und Neuansiedlungen bieten.

Signale für Wachstum und Standortsicherung

In den vergangenen Jahren hat die Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (MEW) die notwendigen Flächen erworben. Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz, betont: „Mit diesem Beschluss zum Grunderwerb senden wir ein klares Signal: Wir wollen die heimische Wirtschaft stärken und Wirtschaftswachstum ermöglichen.“

Die neu geschaffenen Gewerbeflächen eröffnen ortsansässigen Betrieben wichtige Perspektiven und tragen zur Sicherung der langfristigen wirtschaftlichen Zukunft Mindens bei. Der nächste Schritt ist, die Gebietsentwicklung planerisch anzustoßen, indem der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

Notwendigkeit neuer Flächen und Rückhalt durch Regionalpolitik

Die Flächenreserven für neue Unternehmen sind in Minden knapp geworden – bestehende Gewerbegebiete wie „Minden-Ost“ oder der RegionalPort Weser sind voll ausgelastet. Die Bezirksregierung Detmold hat der Planung bereits zugestimmt, und auch der Regionalplan OWL 2024 gibt grünes Licht für das Vorhaben.

Geplantes Vorgehen: Umwelt, Planung und Beteiligung

  • Umweltprüfungen und Bodenuntersuchungen stehen als unmittelbare Maßnahmen an.
  • Archäologische Untersuchungen erfolgen im Zuge der weiteren Entwicklung.
  • Besonderer Schutz gilt dem westlich angrenzenden Landschaftsschutzgebiet „Hasenkamp zum Backelgraben“.
  • Die Stadt nimmt außerdem Rücksicht auf ökologische Belange und wird im nächsten Schritt die Öffentlichkeit frühzeitig an der Änderung des Flächennutzungsplans beteiligen.

    Ausschuss gibt grünes Licht für nächste Phase

    Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen hat auf seiner Sitzung am 7. Mai mehrheitlich der „222. Änderung des Flächennutzungsplanes 'Nördlich der Karlstraße' im Stadtbezirk Päpinghausen“ zugestimmt. Ulrich Luckner, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen, unterstreicht: „Wirtschaftliche Entwicklung ist die Basis unserer Stadt. Mit dem Start des Verfahrens kann die Verwaltung gemeinsam mit der MEW die nächsten Schritte gehen.“

    Mit dem Ausbau des Gewerbegebiets stellt sich Minden zukunftssicher auf und schafft Voraussetzungen für Wachstum, Arbeitsplätze und Innovation. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit soll zudem für Transparenz und Akzeptanz sorgen.

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