Neues Melittabad für Minden geplant
Modernes, energieeffizientes Schwimmbad soll ab 2031 den Betrieb übernehmen – Bauphase startet mit europaweiter Planung 2026

Mit dem einstimmigen Ratsbeschluss vom 25. September 2025 nimmt die Modernisierung der Mindener Bäderlandschaft Fahrt auf. Die Stadt Minden und die Mindener Bäder GmbH geben damit grünes Licht für die europaweite Ausschreibung eines Ersatzneubaus für das betagte Melittabad, das seit den 1960er Jahren als zentrale Schwimm- und Freizeitanlage in der Stadt dient.
Warum ein Neubau? – Sachliche Gründe für den Schritt
Das Melittabad, benannt nach dem traditionsreichen Mindener Familienunternehmen Melitta, wurde zuletzt in den 1990er Jahren erweitert und modernisiert. Dennoch machen hohe Energiepreise, veraltete Technik und ein umfangreicher Sanierungsstau die Zukunftsfähigkeit des bestehenden Bades fraglich. Mehrere beauftragte Gutachten und Kostenrechnungen belegen: Eine Generalsanierung würde mit mindestens 38 Millionen Euro kaum günstiger ausfallen als ein Ersatzneubau, der auf rund 41 Millionen Euro geschätzt wird.
Die Entscheidung fiel aus wirtschaftlicher und nachhaltiger Perspektive: Ein moderner Neubau soll langfristig geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten verursachen und dabei Energieeffizienz gewährleisten.
Planungsstart und nächste Schritte
Mit dem jüngsten Ratsbeschluss beginnt die nächste Phase: Die Planung eines neuen, ausschließlich aus einem Hallenbad bestehenden Bades auf dem bisherigen Grundstück. Klare Vorgabe ist, dass das neue Bad großzügige Öffnungen zum Außenbereich erhalten soll. Die Stadt hat der sogenannten Bedarfs- und Konzeptplanung sowie einem „Strategiekonzept Melittabad“ zugestimmt.
Für die ersten Planungsleistungen (Grundlagenermittlung und Vorentwurf, sogenannte Leistungsphasen 1 und 2) werden rund 650.000 Euro eingesetzt. Diese Leistungen werden ab 2026 europaweit ausgeschrieben. Parallel prüft die Mindener Bäder GmbH, welche Fördermittel, Zuschüsse oder Sponsorings gewonnen werden könnten, um die Finanzierung des Projekts zu unterstützen.
Transparente Entscheidungswege
Stadtkämmerer Norbert Kresse betonte im Rat ausdrücklich, dass noch keine endgültige Bauentscheidung getroffen wird: Es handelt sich um eine Planungsvorbereitung. Die finale Entscheidung wird erst nach Vorlage belastbarer Kosten- und Finanzierungskalkulationen gefällt.
Vorteile für Schulen, Vereine und Bürger
Ziel der Investition ist ein modernes, attraktives und energieeffizientes Bad, das vielseitige Nutzung durch Familien, Schulen und Vereine ermöglicht. Besonders wichtig für die Wasserfreunde in Minden: Während der Bauzeit bleibt das bisherige Melittabad weiterhin geöffnet. So wird der laufende Schwimmunterricht ebenso wenig unterbrochen wie der Vereinssport.
Langfristige Perspektive für Minden
Das beauftragte Gutachten kommt zu dem Schluss, dass nur ein Ersatzbau auf lange Sicht nachhaltigen Schwimmbetrieb ermöglicht. Die Investitionskosten für das neue Hallenbad werden auf rund 40,7 Millionen Euro geschätzt. Ab 2031 rechnet die Bäder GmbH mit einem jährlichen Finanzbedarf von etwa 3,8 Millionen Euro für den Betrieb des neuen Bades.
Bürgermeister Michael Jäcke unterstrich in der Stadtverordnetenversammlung das Ziel, ein Angebot für alle Einwohnerinnen und Einwohner zu schaffen. Auch Joachim Schmidt, Geschäftsführer der Mindener Bäder GmbH, verwies auf die Bedeutung des Bades für die Stadtgesellschaft und kommende Generationen.
Fazit und Ausblick
Mit dem Start der Planungsphase leitet die Stadt einen bedeutenden Generationswechsel im Schwimmsport- und Freizeitangebot ein. Im Jahr 2026 beginnt damit eine entscheidende Phase, deren Ergebnisse zur finalen Entscheidung über Bau und Finanzierung führen werden.
Das Melittabad bleibt so ein fester Bestandteil des Alltags vieler Mindenerinnen und Mindener – mit Perspektive auf eine zukunftsfähige, moderne Lösung für die gesamte Stadt.
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