Rathaussturm in Minden: Weiberfastnacht startet bunt
Prinzessin Lisa I. schneidet Bürgermeister Kock die Krawatte ab – Karnevalszug zieht durch die Stadt

Am 12. Februar 2026 verwandelte sich das Mindener Rathaus wie jedes Jahr zur Weiberfastnacht in eine närrische Hochburg. Pünktlich um 11 Uhr begann der traditionelle Sturm auf das Rathaus, ein Ereignis, das den Auftakt der "tollen Tage" markiert und in Minden fest verwurzelt ist.
Der Rathaussturm – Ein närrisches Ritual
Zu den Höhepunkten des Morgens zählte das feierliche Abschneiden der Krawatte des Bürgermeisters. Mit einer scharfen Schere nahm Prinzessin Lisa I. Bürgermeister Peter Kock das symbolträchtige Kleidungsstück ab und honorierte den humorvollen Verzicht mit einem Orden. Diese Geste ist ein fester Bestandteil der Weiberfastnacht und steht für die vorübergehende Machtübernahme durch die Närrinnen.
Mit dabei war eine rund 20-köpfige Gruppe, bestehend aus Karnevalisten von KAMIPO (Erste Minden-Porta Westfalica) und der Karnevalsgesellschaft Weserspucker e.V. Die Jecken bedankten sich für die gastfreundliche Aufnahme im Rathaus mit einem dreifachen "Helau" und sorgten mit stimmungsvoller Musik für beste Laune.
Brauchtum und gute Laune im Rathaus
Wie es die Tradition verlangt, wurden an die anwesenden Damen der Stadtverwaltung Rosen verteilt – ein Zeichen der Wertschätzung und Heiterkeit inmitten der Verwaltungsabläufe. Bürgermeister Peter Kock zeigte sich großzügig und bot Kaltgetränke an: Orangensaft und alkoholfreier Sekt. Für das nächste Jahr äußerten die Jecken allerdings den augenzwinkernden Wunsch nach alkoholischen Alternativen.
Fortsetzung im Stadtkern – Aufzug der Narren
Im Anschluss an den Rathaussturm zog der närrische Tross weiter: Über den Scharn und die Obermarktstraße führte der Weg zum Kreishaus, begleitet von ausgelassener Stimmung und karnevalistischen Klängen. Damit setzten die Karnevalisten ein buntes Zeichen für Gemeinschaft und Lebensfreude im öffentlichen Raum.
Ausblick und Nachklang
Der Auftakt der närrischen Tage im Mindener Rathaus zeigt einmal mehr, wie fest Karnevalsbräuche in der lokalen Kultur verankert sind. Mit Humor, Musik und Gemeinschaftsgefühl lässt sich das Arbeitsjahr schwungvoll auflockern. Die Vorfreude auf ein weiteres buntes Karnevalsjahr ist bereits jetzt spürbar.
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