Ringstraße Minden wird ab 2026 saniert

Zwei Bauabschnitte, barrierefreie Kreuzungen und umfangreiche Umleitungen geplant – Kosten teils durch Landesförderung gedeckt

Von Redaktion Minden
Ringstraße Minden wird ab 2026 saniert
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Die Ringstraße, Mindens zentrale Verkehrsachse, steht vor einer umfassenden Erneuerung. Nach Jahren provisorischer Reparaturen machen gravierende Schäden wie Risse, Verformungen und Schlaglöcher eine nachhaltige Sanierung unumgänglich. Die Stadt Minden reagiert damit auf das hohe Verkehrsaufkommen und den Zustand der Fahrbahn, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit auch in Zukunft zu gewährleisten.

Sanierung in zwei Bauabschnitten ab 2026

Die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2026 und sind in zwei aufeinanderfolgende Bauabschnitte unterteilt, um die Belastung für Anlieger und Verkehrsteilnehmende möglichst gering zu halten.

1. Bauabschnitt 2026: Ostseite zwischen Birne und Königstraße

  • Vorbereitungen starten Ende Februar 2026, inklusive Fällung von neun Bäumen auf dem Mittelstreifen. Die Fällarbeiten dauern zwei Tage und führen zu abschnittsweisen Sperrungen der inneren Fahrspuren.
  • Die Bäume wachsen am aktuellen Standort nicht mehr weiter; nach Abschluss der Bauarbeiten wird eine vielfältige Staudenmischpflanzung gepflanzt.
  • Provisorische Überfahrten werden eingerichtet, um Betriebe und Anlieger zugänglich zu halten. Der Bau erfolgt während der Osterferien. Neun Überfahrten werden asphaltiert und geschottert.
  • Ab Ende April 2026 sind die östlichen Fahrspuren voll gesperrt. Der Verkehr wird auf die westliche Seite verlegt und fließt zweispurig in Richtung Süden (stadtauswärts).
  • Die Fahrtrichtung Norden zwischen Birne und Königstraße entfällt während des Bauabschnitts komplett.
  • Parallel beginnen Arbeiten an der östlichen Bastaubrücke sowie an Entwässerungskanälen. Der eigentliche Straßenbau startet Ende Mai.
  • Die Fertigstellung dieses Abschnitts ist für Oktober 2026 geplant.
  • Für den Rad- und Fußverkehr sind an den Kreuzungen Fasanenstraße und Rodenbecker Straße sichere Querungsmöglichkeiten vorgesehen.
  • 2. Bauabschnitt 2027: Westseite zwischen Königstraße und Birne

    • Der zweite Bauabschnitt beginnt im Frühjahr 2027 auf der Westseite der Ringstraße.
    • Ab April werden die westlichen Fahrspuren (Richtung Birne) gesperrt. Der Verkehr läuft auf der dann erneuerten Ostseite.
    • Die Erreichbarkeit des Johannes Wesling Klinikums für Rettungsdienste bleibt sichergestellt.
    • Parallel werden die westliche Bastaubrücke und die Kanäle saniert.
    • Mit Start des Straßenbaus im Mai 2027 ist die Fertigstellung für September 2027 anvisiert. Danach erfolgt der Rückbau der provisorischen Überfahrten.
    • Barrierefreiheit und sichere Querungen

      Im Zuge der Sanierung werden die Kreuzungen Ringstraße/Fasanenstraße und Ringstraße/Rodenbecker Straße barrierefrei umgebaut, um allen Verkehrsteilnehmenden einen sicheren und komfortablen Zugang zu ermöglichen. Auch für Radfahrende und Fußgänger sind spezielle Querungen an den wichtigsten Knotenpunkten vorgesehen.

      Warum ist die Sanierung notwendig?

      Der starke Schwerlastverkehr und das tägliche Verkehrsaufkommen haben die Fahrbahndecke schwer beschädigt. Ständige Reparaturen sind aufwändig, teuer und sorgen immer wieder für massive Verkehrsbehinderungen. Mit der geplanten Sanierung soll die Verkehrssicherheit erhöht und die Straße für kommende Jahrzehnte zukunftsfähig gemacht werden.

      Umleitungen während der Bauzeit

      • Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Überregionale Fahrten in Richtung Norden werden ab der B 61 (Weserauentunnel) umgeleitet.
      • Für den städtischen Verkehr gibt es Hinweistafeln im Bereich 'Birne', die westlich zur Lübbecker Straße und östlich zur Portastraße führen.
      • Radfahrende nutzen westlich den Hohenstaufenring und die Schenkendorfstraße bis zur Königstraße, östlich führen Ulmenstraße oder das Simeonsglacis zur Umleitungsstrecke.
      • Finanzierung der Baumaßnahme

        Das Sanierungsprojekt wird mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 70 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Die übrigen Ausgaben trägt die Stadt Minden aus Eigenmitteln.

        Weitere Informationen

        Mit dem ambitionierten Zeitplan und der vorgesehenen Umgestaltung schlägt die Stadt Minden ein neues Kapitel für ihre wichtigste Verkehrsader auf – im Fokus stehen dabei Sicherheit, Barrierefreiheit und Zukunftsfähigkeit.

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