Rußbelastung nach Minden-Brand: Meist unbedenklich
Leicht erhöhte Werte an Kita und Spielplatz – Reinigungsmaßnahmen und Sperrungen laufen
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Nach dem Brand in einer größeren Halle an der Schumannstraße in Minden liegen der Stadt nun die offiziellen Messergebnisse der Wischproben zu abgelagerten Rußpartikeln vor. Die Proben wurden am Abend nach dem Brandereignis vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) durchgeführt, noch bevor durch Schnee neue Ablagerungen entstanden.
Ergebnisse der Rußmessungen und Einschätzungen durch das LANUK
Von sieben untersuchten Messpunkten wiesen fünf laut LANUK-Analyse unbedenkliche Werte auf. Lediglich an zwei Stellen – der Kita Hahlen und dem Spielplatz an der Uranusstraße – wurden sehr geringe Belastungen festgestellt. Diese überschreiten zwar die Grenzwerte für Innenräume, jedoch nicht jene für Außenbereiche.
Das LANUK berichtet:
"Messergebnisse der genommenen Wischproben zeigen, dass die Zusatzbelastung durch Rauchgase und niedergeschlagene Brandrückstände, bezogen auf die untersuchten Schadstoffe, in den meisten Bereichen unbedenklich ist."
Da die festgestellten Werte an den betroffenen Messpunkten nur leicht erhöht sind, werden dort reine Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Die übrigen Spielplätze im betroffenen Bereich – südliches Hahlen und nördliches Königstor – werden bis auf den an der Uranusstraße am Sonntag wieder freigegeben.
Maßnahmen an Kita und Spielplatz Uranusstraße
Für die Kita Hahlen und den angrenzenden Spielplatz ergreift die Stadt folgende Vorsichtsmaßnahmen:
Die Ausführung übernimmt die SBM, sobald es die Witterung zulässt. Da Frost und Schnee erwartet werden, verzögert sich speziell der Sandtausch, bis der Boden wieder aufgetaut ist. In Absprache mit der Kita-Leitung wurde festgelegt, dass Kinder bis einschließlich Mittwoch der folgenden Woche nicht auf dem Außengelände spielen dürfen. Damit soll auch vermieden werden, dass Schadstoffe ins Gebäude eingeschleppt werden.
Situation an Schulen und weiteren Einrichtungen
Im Bereich der Michael-Ende-Schule, der Förderschule in Rodenbeck sowie des BiLiBi an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße ergaben die Messungen unbedenkliche Werte. Schüler*innen und Kita-Kinder dürfen somit ab Freitag ihre Pausen wieder draußen verbringen. Die Einschränkungen, die am Sonntag vorsorglich verhängt worden waren, werden dort aufgehoben.
Empfehlungen für Anwohner und private Gärten
Da in betroffenen Stadtteilen wie Königstor und Hahlen auch auf privaten Grundstücken Rußpartikel niedergegangen sein können, empfiehlt die Stadt Eltern mit kleinen Kindern besondere Vorsicht:
Brandreste und grobe Rußpartikel, die erst nach dem Abtauen sichtbar werden, sollten laut LANUK nur mit Einmal-Handschuhen und FFP2-Maske gesammelt und über den Restmüll entsorgt werden.
Ausblick und weitere Abstimmungen
Die Stadt Minden steht im engen Austausch mit dem Kreis und dem Umweltamt, um ggf. auf Basis der Analyseergebnisse zusätzliche Maßnahmen zu prüfen. Über alle weiteren Entwicklungen werden Eltern informiert. Den Kindern werden die Vorsichtsmaßnahmen kindgerecht erklärt, um Unsicherheit zu vermeiden.
Während die meisten Bereiche bereits Entwarnung geben können, bleibt das Augenmerk weiter auf die vollständige Wiederherstellung der Sicherheit im Umfeld der betroffenen Kita und des Spielplatzes gerichtet. Die kontinuierliche Überprüfung und transparente Kommunikation stehen dabei im Vordergrund.
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