Wir sind Minden: Vielfalt hautnah erleben

Neue Ausstellung im LWL-Preußenmuseum zeigt persönliche Geschichten und fördert Integration in der Stadtgesellschaft

Von Redaktion Minden
Wir sind Minden: Vielfalt hautnah erleben
Bild zum Beitrag© Redaktion Minden

Die Stadt Minden rückt mit der neuen Ausstellung „Wir sind Minden – Porträt einer bunten Stadtgesellschaft“ die Vielfalt und die bewegenden Lebenswege ihrer Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt. Persönliche Geschichten von Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen verdeutlichen, wie Integration gelingt und wie bereichernd ein respektvolles Miteinander in der Stadtgesellschaft sein kann.

Vielfalt unter einem Dach: Porträt einer bunten Stadtgesellschaft

Herzstück der Ausstellung sind die Lebenswege von Menschen wie Katharina, die ursprünglich aus der ehemaligen Sowjetunion stammt, und Ghassan, der palästinensische Wurzeln hat und im libanesischen Flüchtlingscamp geboren wurde. Beide leben seit Jahren mit ihren Familien in Minden. In der Ausstellung erzählen sie und zahlreiche weitere Teilnehmende, warum sie ihre Herkunftsländer verlassen mussten und wie sie in Deutschland, und speziell in Minden, eine neue Heimat gefunden haben.

Integrationsbeauftragte Selvi Arslan betont: „Es geht darum, auf Augenhöhe miteinander umzugehen und die positiven Aspekte unterschiedlicher Herkunftskulturen in den Mittelpunkt zu stellen.“ Natalie Egert und Cansu Tuncdemir, die sich seit über zehn Jahren in der Beziehungsarbeit engagieren, ergänzen, dass viele der Porträtierten mutige und hoffnungsvolle Geschichten zu erzählen haben, die sonst selten öffentlich werden.

Eröffnung und Begleitprogramm

Die Vernissage findet am Montag, 8. Dezember, um 17 Uhr im LWL-Preußenmuseum statt. Besucherinnen und Besucher haben hier Gelegenheit, mit weiteren Teilnehmenden wie Nansirou aus Benin, Olena und Vlad aus der Ukraine, Hidir und Suna aus der Türkei, Ihtisham aus Pakistan, Amay, Eva aus Afghanistan sowie Kameran aus Syrien ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung wird durch eine Begleitpublikation ergänzt und als Wanderausstellung an mehreren Orten in Minden zu sehen sein. Ab Januar 2026 macht sie Station im Begegnungszentrum Bärenkämpen, im Haus Begegnung in Rodenbeck und später im Quartiersbüro Rechte Weserseite. Weitere Möglichkeiten zum Besuch bieten sich im Kreishaus an der Portastraße und im Familienzentrum am Deichhof.

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Stimmen der Beteiligten

Ghassan hebt hervor, wie bedeutend es ist, Jugendlichen Werte zu vermitteln: Gemeinsame Sicherheit stehe im Vordergrund, Hass und Vorurteile dürften keinen Platz haben. Besonders beeindruckt habe ihn das Engagement von Margot Friedländer, deren Appell „Nicht das trennt, schaut auf das, was euch verbindet, auf die Menschen. Seid vernünftig“ auch seine Motivation für die Teilnahme an der Ausstellung widerspiegelt.

Katharina freut sich über das Interesse am deutsch-russischen Kulturverein und ist gerne bereit, ihre persönliche Geschichte und ihren Integrationsweg in Minden zu teilen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt als Ziel

Die Ausstellung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ veranstaltet. Sie wurde gefördert vom Bundesinnenministerium sowie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und mit Unterstützung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Minden realisiert.

Integration als gelebter Alltag

Die Präsentation zeigt eindrucksvoll, wie Integration in Minden gelebt wird – durch das Teilen persönlicher Geschichten, das Betonen des Verbindenden und die Offenheit gegenüber neuen Perspektiven. Sie lädt dazu ein, Vorurteile abzubauen und sich auf die Geschichten hinter den Gesichtern einzulassen.

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