Gleichstellung im Rhein-Kreis Neuss: Schutz, „Orange Days“ und Austausch
Beratung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Neuss zu Gewaltschutz, Digitalisierung und unterschiedlichen Lebensrealitäten
Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen im Rhein-Kreis Neuss hat bei ihrer Sitzung am 16. Juli 2026 in Neuss über zentrale gleichstellungspolitische Themen beraten. Im Mittelpunkt standen Fragen des Gewaltschutzes für Frauen, gemeinsame Projekte zur Stärkung der Gleichstellung in den Kommunen sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten von Frauen und Männern bei politischen und behördlichen Entscheidungen.
Zum Auftakt begrüßte Katja Gisbertz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuss, die Vertreterinnen der Kommunen im Namen des Bürgermeisters der Stadt Neuss. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft diente das Treffen dem fachlichen Austausch und der Weiterentwicklung gemeinsamer Vorhaben im Rhein-Kreis Neuss.
Vorbereitung der „Orange Days“
Ein zentrales Thema der Sitzung war die Vorbereitung der diesjährigen „Orange Days“, der internationalen Aktionstage gegen Gewalt an Frauen. Gemeinsam mit Kristina Schmeinck, Leiterin der Frauenberatungsstelle, berieten die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten über gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen. Ziel ist es, das Thema Gewaltprävention stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und Betroffene auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam zu machen.
Austausch über Projekte in den Kommunen
Auf der Tagesordnung stand außerdem der Austausch über aktuelle Gleichstellungsprojekte in den Städten und Gemeinden des Rhein-Kreises Neuss. Die Gleichstellungsbeauftragten informierten sich gegenseitig über erfolgreiche Maßnahmen, entwickelten gemeinsame Ideen und berieten erste Ansätze für den Internationalen Frauentag 2027.
Digitalisierung als weiterer Schwerpunkt
Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung der Verwaltung. Mit der Vorstellung der E-Learning-Plattform „Campus Neuss“ wurde nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft aufgezeigt, wie digitale Lernangebote die Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitenden unterstützen können. Damit solle auch die Weiterentwicklung einer zeitgemäßen und chancengerechten Verwaltung gefördert werden.
Regelmäßige Treffen im Kreisgebiet
Katja Gisbertz betonte, Gleichstellung müsse bei allen politischen und behördlichen Entscheidungen mitgedacht werden, da diese unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensrealität von Frauen und Männern hätten. Zugleich hob sie die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs der Gleichstellungsbeauftragten im Rhein-Kreis Neuss hervor.
Die Arbeitsgemeinschaft trifft sich regelmäßig in wechselnden Kommunen des Rhein-Kreises Neuss. Sie dient dem fachlichen Austausch, der Entwicklung gemeinsamer Projekte und der Vernetzung der kommunalen Gleichstellungsarbeit. Nach Angaben der Beteiligten sollen durch die enge Zusammenarbeit Erfahrungen gebündelt und neue Impulse gesetzt werden, um die Chancengleichheit von Frauen und Männern in den Kommunen des Rhein-Kreises Neuss weiter voranzubringen.
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