Neuss und Kaarst wollen Gewerbeflächen besser vernetzen

Gemeinsame Absichtserklärung zur weiteren Abstimmung bei Erschließung und Infrastruktur – Schwerpunkt: Holzbüttgener Weg und Hüngert.

Von Redaktion Neuss
Unterzeichnung der Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit von Neuss und Kaarst
Unterzeichnung der Absichtserklärung© Stadt Neuss – Pressestelle

Die Städte Neuss und Kaarst wollen ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung städteüberschreitender Gewerbeflächen ausbauen. Dafür haben die Bürgermeister Reiner Breuer und Christian Horn-Heinemann am Mittwoch, 15. Juli 2026, eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, soll der sogenannte Letter of Intent die Grundlage für die weitere Abstimmung zur verkehrlichen, technischen und infrastrukturellen Erschließung der Flächen schaffen. Beide Städte bekräftigen damit ihren gemeinsamen Planungswillen.

Fokus auf Holzbüttgener Weg und Hüngert

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Flächen am Holzbüttgener Weg auf Neusser Stadtgebiet sowie der Bereich Hüngert auf Kaarster Stadtgebiet. Nach Angaben der Städte sind die geplanten Gewerbeflächen aufgrund ihrer Lage unmittelbar miteinander verbunden.

Die Stadt Kaarst beabsichtigt, auf Grundlage des Bebauungsplans „Hüngert – Büttgen“ ein Handwerks- und Gewerbezentrum zu entwickeln. Die Erschließung der Fläche soll über den auf Neusser Stadtgebiet verlaufenden Holzbüttgener Weg erfolgen.

Auch die Stadt Neuss verfolgt für das ehemalige Schrottplatzareal am Holzbüttgener Weg eine gewerbliche Entwicklung. Nach dem Rückbau des illegalen Schrottplatzes sollen dort die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Handwerks- und Gewerbezentrum geschaffen werden. Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans sowie zur Änderung des Flächennutzungsplans wurde nach Angaben der Stadt bereits eingeleitet. Zudem wurde eine befristete Zwischennutzung durch den Eigentümer genehmigt. Der Verkehr zu dem Areal wird über Kaarster Stadtgebiet abgewickelt.

Abstimmung bei Infrastruktur und Kosten

Nach Darstellung der Städte müssen Straßenanbindung, Abwasserentsorgung, Löschwasserversorgung und weitere infrastrukturelle Einrichtungen teilweise gemeindeübergreifend organisiert werden. Die entstehenden Investitions-, Betriebs- und Folgekosten sollen verursachungsgerecht zwischen den Beteiligten verteilt werden.

Mit der Absichtserklärung wollen Neuss und Kaarst damit eine Grundlage schaffen, um die unterschiedlichen Planungen zusammenzuführen und die weitere Entwicklung des Standortes abgestimmt voranzubringen.

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