Digitale Empathie und KI-Kompetenz: Austausch an der Gesamtschule Niederkassel
Vortrag zu Chancen und Herausforderungen von KI im Alltag Jugendlicher – mit Blick auf Datenschutz und echte Beziehungen

Die Rotunde der Gesamtschule Niederkassel war trotz hochsommerlicher Temperaturen und erheblicher Verkehrsbehinderungen gut besucht: Zahlreiche Eltern sowie Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Beratung kamen zu dem Vortrag „Digitale Empathie und KI-Kompetenz – Jugendliche im Zeitalter Künstlicher Intelligenz begleiten“. Eingeladen hatten die Jugendförderung und die Familien-, Paar- und Lebensberatungsstelle der Stadt Niederkassel.
Dialog über die digitale Lebenswelt junger Menschen
Referent Emmanuel Homberger führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die digitale Lebenswelt von Jugendlichen. Nach Angaben der Stadt entwickelte sich dabei kein klassischer Frontalvortrag, sondern ein lebendiger Austausch mit dem Publikum. Fragen, eigene Erfahrungen und gemeinsame Reflexionen standen im Mittelpunkt.
Im Fokus stand die Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz inzwischen im Alltag junger Menschen spielt. Dabei wurde deutlich, dass KI-Chatbots längst nicht mehr nur als Recherchehilfen genutzt werden. Sie werden von vielen Jugendlichen auch als jederzeit verfügbare Gesprächspartner erlebt und prägen damit Lernen, Kommunikation und Identitätsentwicklung.
Chancen und Herausforderungen im Blick
Neben den Möglichkeiten der Technologie wurden auch die damit verbundenen Herausforderungen angesprochen. Thematisiert wurden unter anderem:
- Datenschutz,
- emotionale Bindungen an KI-Systeme,
- die Bedeutung echter zwischenmenschlicher Beziehungen.
Das große Interesse zeigte sich laut Pressemitteilung in den zahlreichen Fragen aus dem Publikum. Eltern und Fachkräfte brachten eigene Beobachtungen ein und tauschten sich über konkrete Handlungsmöglichkeiten aus. Dabei wurde deutlich, dass der kompetente Umgang mit Künstlicher Intelligenz künftig eine wichtige Aufgabe für Familien, Schulen sowie die Kinder- und Jugendhilfe sein wird.
Weitere Angebote in Vorbereitung
Die Stadt bewertet die Resonanz auf die Veranstaltung als durchweg positiv. Viele Teilnehmende wünschten sich vertiefende Angebote, um das Thema weiterzuführen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Diesen Wunsch wollen die Veranstalter aufgreifen. Die Jugendförderung und die Familien-, Paar- und Lebensberatungsstelle der Stadt Niederkassel planen, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen. In Vorbereitung sind nach Angaben der Stadt bereits weitere Angebote, darunter interaktive Workshops mit Jugendlichen, die deren Perspektiven und Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt stellen sollen.
Auftrag für die pädagogische Arbeit
Nach Einschätzung der Veranstalter hat die Veranstaltung gezeigt, dass sich die digitale Zukunft nicht durch Verbote, sondern durch Information, Dialog und eine starke Beziehungskultur gestalten lässt. Darin sehen sie einen wichtigen Auftrag für die pädagogische Arbeit der kommenden Jahre. Entscheidend bleibe, dass Jugendliche auch künftig Erwachsene an ihrer Seite haben, die zuhören, Orientierung geben und echte Beziehungen gestalten.
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