Niederkassel rüstet sich für Krisen
Rund 50 Mitarbeitende trainieren den Ernstfall bei einer Fortbildung und bereiten eine große Stabsübung im November vor.

Die Stadtverwaltung Niederkassel hat ihre Vorbereitungen im Krisenmanagement weiter ausgebaut. Im Mittelpunkt stand eine umfassende Schulung für Mitglieder des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) und der Koordinierungsgruppe (KGS). Ziel der Fortbildung war es, die Abläufe im Ernstfall zu festigen, Zuständigkeiten zu schärfen und die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung zu stärken.
Schulung mit breiter Beteiligung
Die Fortbildung fand am Donnerstag, den 23. April, in der LEMO Kulturhalle statt und wurde vom Institut für Gefahrenabwehr durchgeführt. Neben der kompletten Verwaltungsspitze nahmen insgesamt rund 50 Mitarbeitende teil. Damit wurde ein breiter Teil der Verwaltung in die Vorbereitung eingebunden.
Zu Beginn ging es darum, alle Beteiligten auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen und grundlegende Elemente der Stabsarbeit zu wiederholen. Anschließend wurden die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Gremien in Workshops in kleineren Gruppen vertieft.
Rolle von SAE und KGS im Krisenfall
Der SAE und die KGS werden bei Krisenlagen einberufen, etwa bei großflächigen Hochwasserlagen, Stromausfällen oder im Zivilschutzfall. In solchen Situationen übernehmen sie die Koordination und Führung der Verwaltungsarbeit. Das gilt sowohl für drohende als auch für bereits eingetretene Krisen.
Die Schulung machte damit deutlich, wie wichtig klare Strukturen und eingespielte Abläufe sind, wenn schnelle Entscheidungen gefragt sind. Gerade in außergewöhnlichen Ereignissen hängt die Handlungsfähigkeit der Verwaltung wesentlich davon ab, dass Zuständigkeiten bekannt sind und die Zusammenarbeit funktioniert.
Praxisnahes Szenario zur Stabsarbeit
Für die praktische Anwendung des Erlernten wurde ein schwerer Verkehrsunfall an einer Kreuzung simuliert, an dem Gefahrstoffe beteiligt waren. Dieses Szenario sollte den Teilnehmenden ermöglichen, die Abläufe der Stabsarbeit unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben.
Gleichzeitig diente die Schulung als Vorbereitung auf eine für November geplante Stabsübung auf Stadtebene. Dort sollen SAE und KGS gemeinsam mit der Einsatzleitung (TEL) trainieren. Diese wird durch Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk und weitere Kräfte besetzt.
Vorbereitung auf den Ernstfall
Mit der Übungsvorbereitung verfolgt die Stadt Niederkassel das Ziel, Verwaltungsstrukturen auch in komplexen Lagen belastbar zu halten. Die Schulung war damit nicht nur ein interner Fortbildungstermin, sondern Teil einer umfassenderen Vorsorge für mögliche Krisensituationen.
Eigenvorsorge bleibt wichtiger Baustein
Neben der Vorbereitung innerhalb der Verwaltung betont die Stadt auch die Bedeutung der Eigenvorsorge in der Bevölkerung. Informationen zur persönlichen Krisenvorsorge erhalten Bürgerinnen und Bürger im Rathaus oder online unter www.bbk.bund.de.
Die Mitteilung verweist in diesem Zusammenhang auf Ereignisse wie die Flutkatastrophe im Ahrtal, die Corona-Pandemie und aktuell andauernde weltweite Konflikte. Diese Beispiele zeigen nach Darstellung der Stadt, wie wichtig Resilienz in Krisenzeiten ist.
Signal an die Bevölkerung
Die Stadtverwaltung Niederkassel versteht die Schulung als Teil ihrer Verantwortung, auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben. Zugleich richtet sich die Botschaft ausdrücklich an die Bürgerinnen und Bürger: Die Verwaltung bereitet sich vor – bereiten Sie sich auch vor.
Damit setzt die Stadt ein Zeichen für systematische Vorsorge, klare Zuständigkeiten und eine enge Verzahnung von Verwaltung, Einsatzkräften und Bevölkerung im Krisenfall.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.