Nieheim erhält Urkunde als Naturpark-Kommune

Partnerschaft mit dem Naturpark stärkt Biodiversität, naturnahen Tourismus und die Wanderinfrastruktur

Von Redaktion Nieheim
Nieheim erhält Urkunde als Naturpark-Kommune
Nieheim erhält die Urkunde als erste Naturpark-Kommune im Kreis Höxter© Josef Köhne

Die Stadt Nieheim ist offiziell die erste Naturpark-Kommune im Kreis Höxter. Die entsprechende Urkunde wurde nach Angaben des Zweckverbands Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge am gestrigen Tag übergeben.

Grundlage ist ein Beschluss der Verbandsversammlung des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge. Mit der neuen Partnerschaft soll die Zusammenarbeit zwischen Naturpark und Stadt intensiviert werden.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt stehen die Förderung der Biodiversität, der naturnahen Erholung und des naturnahen Tourismus. In Nieheim spielt dabei das Thema Streuobstwiesen eine besondere Rolle. Nach Angaben des Naturparks soll der Wert dieser Biotope stärker durch Information und Vermittlung herausgestellt werden. Zudem soll die Pflege der Obstbäume koordiniert werden.

Als weiteres kurzfristiges Projekt ist die Förderung der Wanderinfrastruktur vorgesehen. In diesem Zusammenhang wird unter anderem nach einem Standort für eine Trekkingplattform gesucht.

Engagement vor Ort als Grundlage

Die Geschäftsführerin des Naturparks, Dörte Pieper, verweist auf das bestehende Engagement in Nieheim in den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung und Kulturlandschaftspflege. Genannt werden der Arbeitskreis Nieheimer Flechthecken, der Gemeinschaftsgarten „Buntes Land“ und die Streuobstwiesenberater.

Pieper erklärte: „Wir möchten als Naturpark mit engagierten Menschen vor Ort Projekte entwickeln und umsetzen, die eine Strahlkraft für den ganzen Naturpark haben.“

Zugleich erinnerte sie daran, dass im Rahmen der Entdeckertouren für Familien Nieheim-Oeynhausen als geografischer Mittelpunkt des Naturparks ermittelt wurde. Dazu sagte Pieper: „Ein Naturpark unserer Größe sollte seiner Mitte eine besondere Aufmerksamkeit schenken.“

Bürgermeister sieht Chancen für Stadt und Region

Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz betonte die Bedeutung des Titels über die Außenwirkung hinaus. „Naturpark-Kommune ist nicht nur ein Bekenntnis nach außen. Den Wert des Naturparks können wir alle hier vor der eigenen Haustür erleben, sei es im Bereich Naherholung oder bei einem einfachen Spaziergang nach Feierabend“, sagte er.

Zugleich verwies Schlütz auf den Schutz der Kulturlandschaft und die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten: „Der Schutz unserer besonderen Kulturlandschaft, die seit dem 17. Jahrhundert unter anderem durch die einzigartigen Flechthecken geprägt wird, und die daraus erwachsenden Potenziale für unseren heilklimatischen Kurort und den Fremdenverkehr sollten für jede Nieheimerin und jeden Nieheimer ein besonderer Ansporn sein, die Partnerschaft mit dem Naturpark mit Leben zu füllen.“

Netzwerk der Naturpark-Partner wächst

Im Jahr 2026 treten mit der Stadt Nieheim und der Gemeinde Altenbeken zwei weitere Kommunen dem Netzwerk „Naturpark-Partner“ bei. Bereits eng mit dem Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge vernetzt sind die Gemeinden Kalletal und Schlangen sowie die Stadt Lichtenau als Naturpark-Kommunen.

Das Programm „Naturpark-Partner“ wurde vom Verband Deutscher Naturparke initiiert und wird bundesweit unter dem Dach der „Nationalen Naturlandschaften“ geführt.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: