Erste „Schulstraße“ am Hinsberg in Recklinghausen gestartet

Schulstraße am Hinsberg in Recklinghausen startet am 28. September: Projektwoche und „Grüne Meilen“ begleiten den sicheren Schulweg für Kinder.

Von Redaktion Recklinghausen2 Min. Lesezeit

Am Hinsberg ist die erste „Schulstraße“ in Recklinghausen eingerichtet worden. Die Grundschule vor Ort begleitete die Einführung mit einer Projektwoche zum Thema Mobilität. Den Abschluss bildete ein Schulfest, bei dem die Schüler*innen ein Plakat mit den gesammelten „grünen Meilen“ an Vertreter*innen der Stadt Recklinghausen übergaben.

Die Aktion „Grüne Meilen“ ist eine Initiative des Klima-Bündnis, des größten kommunalen Netzwerks für Klimaschutz in Europa. Ziel der Projektwoche war es, möglichst viele Wege umweltfreundlich zurückzulegen, also zu Fuß oder mit dem Rad, und so „grüne Meilen“ zu sammeln.

Testlauf fiel positiv aus

Am Morgen des Schulfestes wurde bereits ein Schulstraßen-Testlauf durchgeführt. Nach Angaben der Schulleitung verlief er sehr positiv. Zu diesem Zeitpunkt war die Canisiusstraße in Höhe des Abzweigs zum Drissenplatz bereits mit einer mobilen Straßensperre versehen. Im direkten Umfeld wurden zudem sogenannte Elternhaltestellen eingerichtet, die blau markiert sind.

Offizieller Start am 28. September

Eine Schulstraße ist ein Straßenabschnitt im direkten Umfeld einer Schule, der für den motorisierten Verkehr in der Regel von Montag bis Freitag in einem bestimmten Zeitraum gesperrt ist. Am Hinsberg ist diese Sperrung zwischen 7.45 und 8.15 Uhr vorgesehen. Der offizielle Beginn ist für Montag, 28. September, angekündigt. Diese zeitlich begrenzte Sperrung wird auch als „Wiener Modell“ bezeichnet.

Nach Angaben der Stadt soll die Schulstraße vor allem den Kindern einen sicheren und selbstständigen Schulweg ermöglichen und die Verkehrssituation vor der Schule entlasten. Die Maßnahme richtet sich damit gegen unübersichtliche und enge Situationen, die entstehen können, wenn viele Kinder mit dem Auto gebracht werden. Durch die Sperrung im unmittelbaren Schulumfeld soll eine sicherere Umgebung entstehen, in der Kinder ihren Weg eigenständig zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Tretroller zurücklegen können.

Stadt verweist auf mehr Sicherheit und Entlastung

Der zuständige Dezernent Axel Fritz sagte dazu: „Schulstraßen sind wichtig, weil sie den Schulweg sicherer machen, den Verkehr rund um unsere Schulen entzerren und Kindern mehr Raum für einen selbstständigen Start in den Tag geben. Damit stärken wir nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Lebensqualität für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Anwohnerinnen und Anwohner.“

Mit dem Projekt am Hinsberg setzt Recklinghausen erstmals auf dieses Modell. Die Erfahrungen aus dem Testlauf sollen zeigen, wie gut die zeitlich begrenzte Sperrung im Alltag funktioniert.

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