Fachstelle für Wohnraumsicherung in Rheine: Kostenlose, vertrauliche Beratung bei Mietproblemen

Das Angebot unterstützt Mieterinnen und Mieter sowie Vermietende, damit es nicht zu Kündigung oder Räumungsklage kommt.

Fachstelle für Wohnraumsicherung in Rheine: Kostenlose, vertrauliche Beratung bei Mietproblemen
Bild zum Beitrag© Redaktion Rheine (Pressemitteilung)

In Rheine unterstützt seit 2022 die Fachstelle für Wohnraumsicherung Menschen dabei, ihre Wohnung zu behalten, wenn ein Mietverhältnis in Schwierigkeiten gerät. Die gemeinsame Anlaufstelle der Stadt Rheine und des Caritasverbandes setzt nach eigenen Angaben früh an, damit Probleme nicht in eine Kündigung oder Räumungsklage münden.

Auslöser für eine drohende Wohnungsnot können unter anderem plötzlicher Jobverlust, Erkrankungen, finanzielle Engpässe oder Konflikte zwischen Mietenden und Vermietenden sein. Die Fachstelle bietet in solchen Fällen Beratung, Vermittlung und individuelle Unterstützung an.

Hilfe vor Kündigung und Räumung

Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Menschen, bei denen der Wohnungsverlust noch verhindert werden kann. Die Fachstelle hilft unter anderem bei drohenden Mietschulden, bei Fragen zur Kostenübernahme durch Sozialleistungsträger sowie bei Konflikten im Mietverhältnis. Bei Bedarf unterstützt sie auch bei Behördengängen oder Anträgen, um eine Kündigung abzuwenden.

Angebot auch für Vermietende

Nicht nur Mieterinnen und Mieter können sich an die Fachstelle wenden. Auch Vermietende erhalten Beratung, wenn tragfähige Lösungen gesucht werden, um Mietverhältnisse zu stabilisieren und Mietausfälle möglichst zu vermeiden.

Für Vermietende gibt es eine Telefonsprechstunde mittwochs von 10 bis 12 Uhr. Darüber hinaus ist eine Kontaktaufnahme jederzeit während der allgemeinen Erreichbarkeit möglich.

Zahl der Beratungen steigt deutlich

Nach den aktuellen Angaben ist der Bedarf in den vergangenen Jahren gewachsen. Während die Fachstelle 2022 insgesamt 57 Fälle betreute, waren es 2025 bereits 133.

Besonders stark nahm die Zahl der präventiven Beratungen zu, also der Fälle, in denen noch vor einer Kündigung oder Räumungsklage Hilfe gesucht wurde. Sie stieg im selben Zeitraum von 13 auf 86 Fälle. Auch die Zahl der betreuten Familien mit minderjährigen Kindern erhöhte sich deutlich und wuchs von 14 auf 48 Fälle pro Jahr.

Die Entwicklung weist laut Mitteilung sowohl auf den zunehmenden Druck auf dem Wohnungsmarkt als auch darauf hin, dass mehr Bürgerinnen und Bürger sowie Vermietende die Fachstelle frühzeitig als Ansprechpartner nutzen.

Erreichbarkeit und Kosten

Die Beratung durch die Fachstelle für Wohnraumsicherung ist kostenlos und vertraulich.

Erreichbar ist die Fachstelle montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Beratungstermine werden nach Vereinbarung angeboten, auf Wunsch auch vor Ort.

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