FOOD EMPOWERMENT startet in Rheine
Nachhaltige Ernährung und Umweltbewusstsein für Kinder im Quartier Schotthock

Im Quartier Schotthock in Rheine fiel vergangene Woche der Startschuss für das ambitionierte Projekt FOOD EMPOWERMENT. Die Initiative wird fachlich und finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt und zählt zu den zwölf auserwählten Vorhaben der Förderinitiative „Transformative Bildung für Entwicklung“. Ziel des Projekts ist es, nachhaltige Ernährungskonzepte an Schulen, in deren Offenem Ganztag (OGS) sowie den Mensen des Stadtteils fest zu verankern.
Projektstart im Zeichen nachhaltiger Bildung
FOOD EMPOWERMENT wurde unter rund 90 Bewerbungen ausgewählt. Verena Exner, Vertreterin der DBU, verschaffte sich zum Auftakt vor Ort einen Einblick in das Quartier Schotthock und den Stand der Projektumsetzung. Exner betonte:
„Das Projekt berücksichtigt die Planetary Health Diet durch die Integration ökologischer und sozialer Fragestellungen individueller Ernährung, der Gemeinschaftsverpflegung und der Ernährungsumgebungen. All dies wird in einem übertragbaren Reallabor-Setting im Schotthock umgesetzt. Dass innovative Bildungsformate interkulturell insbesondere für Menschen mit wenig Einkommen ermöglicht werden, ist ebenfalls positiv. Diese Aspekte sowie die gemeinsame schulformübergreifende Zusammenarbeit und Kooperation mit der Kommune und dem Stadtteil haben sowohl die Jury als auch das DBU-Kuratorium überzeugt.“
Neben Verena Exner waren auch zahlreiche lokale Akteure an dem Auftakttreffen beteiligt, das im Ludgerusforum stattfand. Raimund Gausmann, Beigeordneter der Stadt Rheine, begrüßte die Anwesenden und wies auf die enge Verzahnung des Projekts mit dem aktuellen städtebaulichen Entwicklungskonzept „Unser Schotthock – Auf gute Nachbarschaft!“ hin. „Es geht darum, viele Menschen fit für die Zukunft zu machen“, betonte Gausmann.
Schulterschluss von Schulen, Stadt und Wissenschaft
Einen wichtigen programmatischen Beitrag leisteten Silke Friedrich vom Institut für Nachhaltige Ernährung der FH Münster (iSuN) sowie Wiebke Gehrke von der Stadt Rheine und weitere Schulpartner. Gemeinsam entwickelten sie das Konzept mit dem Untertitel „Esskultur – die Planetary Health Diet in Schule und Quartier“. Ein Schwerpunkt des ersten Treffens lag auf den bisherigen Ergebnissen des FOOD EMPOWERMENT-Teams. Nach dem offiziellen Teil erkundeten die Projektpartner aus Schulen, OGS und Mensen bei einem Spaziergang das Quartier und tauschten sich zu konkreten Umsetzungsmöglichkeiten aus.
Sandra Matzelle, Leiterin der Nelson-Mandela-Sekundarschule, berichtete über die bereits etablierte Zusammenarbeit mit der Bodelschwinghgrundschule und der Ludgerusgrundschule. Die Gespräche während des Rundgangs zeigten vielfältige Ansätze, wie nachhaltige Ernährung in Schulkantinen und im Alltag der Kinder und Jugendlichen gefördert werden kann.
Das Konzept von FOOD EMPOWERMENT im Überblick
FOOD EMPOWERMENT setzt auf enge Kooperation zwischen Schulen, OGS, Mensen und lokalen Akteuren. Das Ziel ist es, innovative Lernformate zur praktischen Umsetzung nachhaltiger Ernährungskonzepte zu entwickeln. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen so für Umwelt- und Klimaschutz im Zusammenhang mit gesunder Ernährung sensibilisiert werden.
Beteiligte und Ansprechpartner
Die Ansprechpartner für das Quartier Schotthock sind Willfried Althoff (Stadt Rheine) und Marie Herchet (iSuN).
Zu den aktiven Projektpartnern zählen weiterhin unter anderem Wiebke Gehrke (Fachbereichsleiterin Schulen, Soziales, Migration & Integration), Silke Friedrich (FH Münster, iSuN), Sandra Matzelle (Schulleiterin Nelson-Mandela-Sekundarschule), Nina Heselhaus (Fachvorsitzende Hauswirtschaft), Sophie Ziei (Schülerin Nelson-Mandela-Sekundarschule) und Martin Roling (Vorstandsvorsitzender des Mensavereins).
Ausblick
Mit dem Start von FOOD EMPOWERMENT ist im Schotthock ein wichtiger Impuls für nachhaltige Ernährungsbildung gesetzt. Die strukturierte Zusammenarbeit verschiedenster Akteure und die Verknüpfung zu laufenden Entwicklungsprogrammen der Stadt bieten die Grundlage für innovative und übertragbare Lösungsansätze, die künftig Vorbildwirkung für andere Stadtteile entfalten könnten.
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