Neues Leben für Antoniusschule gesucht
Rheine startet Konzeptvergabe für den früheren Schulstandort an der Lingener Straße – gefragt sind Wohn- und Gemeinschaftsnutzungen mit Blick auf Denkmalschutz und Freiraumgestaltung.

Die Stadt Rheine hat die Auslobung für die Neugestaltung des ehemaligen Schulstandorts Antoniusschule in der Lingener Straße gestartet. Gesucht wird ein Nutzungskonzept, das das Areal rund um das denkmalgeschützte Gebäude sensibel und zukunftsorientiert weiterentwickelt.
Konzeptvergabe für einen besonderen Standort
Mit der aktuellen Ausschreibung richtet sich die Stadt an interessierte Investorinnen und Investoren, Projektentwicklerinnen und Projektentwickler sowie Initiativen. Bis zum 28. Juli 2026 können Konzeptbewerbungen eingereicht werden.
Im Mittelpunkt steht nicht allein eine wirtschaftliche Verwertung, sondern ein qualitätsvolles Gesamtkonzept. Die eingereichten Vorschläge sollen das Bestandsgebäude, ergänzende Neubauten und Freiflächen zusammendenken und dabei einen denkmalgerechten Umgang mit dem Bestand sicherstellen.
Erweiterter Standort und vorbereitende Schritte
Das Grundstück des ehemaligen Schulgeländes wurde in Richtung des benachbarten Areals erweitert. Erste Arbeiten sind bereits erfolgt: Die alten Schul-WC-Anlagen sowie ein Teil des Kremerhauses wurden abgerissen.
Zur Fläche gehören das Schulgebäude und die ehemalige Lehrerwohnung. Prägend für das Gelände ist zudem der alte Baumbestand. Durch die zentrale Lage in der östlichen Innenstadt von Rheine ist der Standort gut angebunden und verfügt über eine hervorragende Versorgung.
Welche Nutzungen möglich sind
Für das Areal kommen Nutzungen in Betracht, die den Gebietstypen oder entsprechen. Einzelhandel ist ausgeschlossen.
Damit setzt die Stadt bewusst einen Rahmen, der unterschiedliche Konzepte ermöglicht und zugleich eine verträgliche Einbindung in das Umfeld sichern soll. Neben klassischen Wohn- und Nutzungsformen sind auch innovative Ansätze, etwa gemeinschaftliche Wohnprojekte, ausdrücklich denkbar.
Qualität steht im Vordergrund
Die Konzeptvergabe soll eine Entscheidung ermöglichen, die über rein wirtschaftliche Kriterien hinausgeht. Bewertet werden insbesondere die Qualität der Planung, die Architektur, das Nutzungskonzept und die Freiraumgestaltung. Die eingereichten Konzepte werden von einem Auswahlgremium geprüft.
Eine Entscheidung durch den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz ist für September vorgesehen.
Besichtigung und Unterlagen
Für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber wird ein Besichtigungstermin angeboten. Alle Unterlagen und detaillierten Informationen stehen online bereit.
Mit der Auslobung eröffnet Rheine die Chance, einen markanten Standort in der östlichen Innenstadt neu zu denken und dabei Bestand, Freiflächen und mögliche Neubauten in ein stimmiges Gesamtbild zu überführen.
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