Rheine will Grünflächen artenreicher machen
Schulungstag zu Biodiversität: Stadt und TBR entwickeln Konzept für naturnahe Pflege, Blühstreifen und mehr ökologische Vielfalt

Die Stadt Rheine hat sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e. V.“ mit einem Schulungstag intensiv dem Thema Biodiversität in Kommunen gewidmet. Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die Frage, wie sich artenreiche Straßenbegrünung und vielfältige Grünflächen im Stadtgebiet praktisch umsetzen lassen.
Fortbildung mit Theorie und Praxis
Der Schulungstag fand am 15. April 2026 statt und wurde durch eine Förderung des Bündnisses ermöglicht. Die Teilnahme war kostenlos. Zu Beginn begrüßte Stadtbaurat Mark Dieckmann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schafstall und eröffnete die Veranstaltung offiziell.
Inhaltlich verband die Fortbildung theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen. Auf dem Programm standen Vorträge zu naturnaher Grünpflege, zur Anlage und Pflege von Wiesen und Blühstreifen, zu Staudenpflanzungen als Alternative zum Straßenbegleitgrün sowie zur Auswahl geeigneter Standorte für Bäume im Stadtgebiet.
Kommbio als Netzwerk für Kommunen
Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e. V.“, kurz Kommbio, unterstützt Kommunen bei der Umsetzung artenreicher Naturräume sowohl im Siedlungsbereich als auch in der freien Landschaft. Nach Angaben der Mitteilung zählt das Netzwerk derzeit 437 Städte, Gemeinden und Landkreise. Rheine ist seit 2023 Mitglied.
Praktische Eindrücke aus Rheine
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem praktischen Teil der Fortbildung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besichtigten drei ausgewählte Areale in Rheine, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TBR betreut werden. Vor Ort wurden bestehende Herausforderungen bei der Flächenpflege besprochen. Herr Braunsdorf von Kommbio gab dazu Hinweise aus seinen Erfahrungen.
Das Ziel der Fortbildung war klar formuliert: Es sollen vielfältige, artenreiche Grünflächen entstehen, die zugleich pflegeleicht bleiben. Genau an diesem Punkt setzt die Stadt Rheine auf eine enge Verbindung von Planung, Pflege und fachlichem Austausch.
Austausch mit anderen Kommunen
Auch die Stadt Steinfurt nahm an der Fortbildung teil und brachte eigene Erfahrungen ein. Der interkommunale Austausch wurde als besonders wertvoll beschrieben, weil viele Herausforderungen in der Grünflächenpflege ähnlich sind. Damit zeigte sich erneut, welchen Nutzen der Vergleich praktischer Ansätze zwischen Kommunen haben kann.
Nächste Schritte für Rheine
Die Stadt Rheine plant nun gemeinsam mit der TBR, ein Konzept zu entwickeln, um die städtischen Grünflächen künftig vielfältiger und ökologisch wertvoller zu gestalten. Die Fortbildung war damit nicht nur ein fachlicher Austausch, sondern auch ein Baustein für die weitere Entwicklung der kommunalen Grünflächenpflege.
Mark Dieckmann machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass nachhaltige und artenreiche Lösungen nur dann gelingen, wenn nicht nur planende Kolleginnen und Kollegen, sondern auch Mitarbeitende vor Ort eingebunden sind. Aus Sicht der Stadt ist genau diese Zusammenarbeit ein zentraler Schlüssel für die Umsetzung.
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