Sanierung der Wasserterrassen gestartet
Restaurierung im Kurgarten Wallgraben mit Denkmalschutz und barrierefreiem Zugang bis Frühjahr

Die Sanierungsarbeiten an den Wasserterrassen im Kurgarten Wallgraben haben offiziell begonnen. Nach mehreren Jahren des Stillstands wurde jetzt der Startschuss für die umfassende Modernisierung gegeben – im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Bis spätestens zum Frühjahr soll das Wasser hier wieder fließen und der beliebte Treffpunkt zu neuem Leben erwachen.
Wasserterrassen als Herzstück des Kurgartens
Viele Bürgerinnen und Bürger blicken mit nostalgischen Erinnerungen auf die Wasserterrassen zurück. Besonders in den Sommermonaten waren sie ein zentraler Ort für Familien und Jugendliche. Seit ihrer offiziellen Eröffnung im August 1975 prägten sie das Bild des Kurgartens Wallgraben, mussten jedoch nach Jahren der Nutzung aufgrund baulicher Mängel trockengelegt werden. Der Zustand der Anlage verschlechterte sich zusehends: Bröckelnder Beton, defekte Pumpen und versickerndes Wasser machten einen sicheren und attraktiven Betrieb unmöglich.
Pläne für die Restaurierung – Denkmalschutz im Fokus
Die jetzt gestartete Sanierung stellt das ursprüngliche Erscheinungsbild in den Mittelpunkt. Die Ingenieursplanung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, der das Bauwerk vorläufig unter Schutz gestellt hat. Die endgültige Aufnahme als Denkmal steht noch aus.
Mit der Sanierung ist geplant, den charakteristischen Sichtbeton der Wasserterrassen wieder sichtbar zu machen und die Fläche denkmalgerecht zu restaurieren. Auch das umliegende Pflaster und die Treppenanlagen werden überarbeitet, sodass die Anlage als Gesamtkunstwerk erneut überzeugen kann.
Technische und finanzielle Eckdaten
Die Sanierung der Wasserterrassen umfasst die komplette Erneuerung der Becken, inklusive Technik zur Wiederherstellung des Wasserlaufs, sowie die Modernisierung der Sitzbereiche im Umfeld. Der Kostenrahmen beläuft sich auf rund 720.000 Euro, von denen 70 Prozent durch Städtebaufördermittel getragen werden. Aufgrund des zeitlich befristeten Förderprogramms muss die Fertigstellung bis spätestens 2026 erfolgen.
Der letzte größere Sanierungseingriff fand vor etwa 25 Jahren statt. Damals wurden Reparaturen am Beton, eine Abdichtung und eine spezielle Kunstharzbeschichtung – bekannt als "Elefantenhaut" – aufgetragen. Die damalige Ausführung wird aus heutiger Sicht als optimal bewertet, so Dipl.-Ing. Christian Lorenz, der nun die Pläne für die aktuelle Restaurierung erstellt hat.
Auswirkungen auf die Umgebung
Für die Baustelleneinrichtung wird eine angrenzende Wiese genutzt, ohne die Zufahrt zu benachbarten Wohngebäuden einzuschränken. Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen können weiterhin den Verbindungsweg zwischen Kurhaus und Sebastian-Kneipp-Promenade nutzen.
Mit der Ausführung der Bauarbeiten wurde das Unternehmen Bruno Klein betraut. Die Koordination und Überwachung erfolgt durch die verantwortlichen Stellen der Stadtverwaltung.
Perspektiven für Bürgerinnen und Bürger
Nach jahrelangem Stillstand wird die Wiederinbetriebnahme der Wasserterrassen als entscheidender Schritt für die Attraktivität des Kurgartens gesehen. Gerade mit Blick auf die bevorstehende warme Jahreszeit dürften sich viele Einwohner und Gäste auf die Rückkehr dieses Herzstücks freuen.
Den offiziellen Auftakt der Arbeiten begingen Sabine Preiser-Marian gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Politik und Verwaltung. Die Sanierung der Wasserterrassen zeigt beispielhaft, wie Denkmalschutz und moderne Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können.
Weitere Informationen
Die Stadt pflegt Städtepartnerschaften mit Ashford (GB) und Fougères (FR). Weitere Details zu Stadtentwicklung und Denkmalschutz finden Interessierte auf den offiziellen Seiten der Stadtverwaltung.
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