Winterliche Krisenübung in Bad Münstereifel
Simulierter Gas- und Stromausfall testet Notfallpläne in Arloff-Kirspenich und Iversheim

Die Stadt Bad Münstereifel hat am 14. Januar 2026 eine umfassende Krisenübung durchgeführt. Im Mittelpunkt stand ein simuliertes Großschadensereignis: der Ausfall der Gasversorgung in den Ortsteilen Arloff-Kirspenich und Iversheim bei winterlichen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt. Ziel der Übung war es, die Handlungsfähigkeit des Stabs außergewöhnliche Ereignisse in einer kritischen Versorgungslage zu erproben.
Szenario: Technische Störung und ihre Folgen
Auslöser für das Szenario war ein Brand an der Gasverteilerstation, der in den betroffenen Ortsteilen den Ausfall der Gasversorgung zur Folge hatte. Da wichtige Ersatzteile fehlten, war laut Übung ein zügiger Wiederanlauf der Gasversorgung nicht möglich – die Reparatur sollte vier Tage in Anspruch nehmen.
Die unmittelbaren Folgen für die Bevölkerung waren gravierend: Viele Bürgerinnen und Bürger griffen auf Elektroheizgeräte zurück, was zu einer Überlastung des Stromnetzes führte. In Arloff-Kirspenich kam es daraufhin wenige Stunden später auch zu einem Stromausfall. Die Reparatur der ebenfalls betroffenen Trafostation sollte laut Szenario längere Zeit dauern.
Strukturen und Abläufe im Krisenstab
Um schnell und gezielt auf die Lage zu reagieren, wurde der Stab außergewöhnliche Ereignisse aktiviert. Er übernahm die Koordination notwendiger Sofortmaßnahmen, darunter:
Im Stab arbeiten ein Führungsgremium mit leitenden Verantwortlichen sowie eine Verbindungsperson der Feuerwehrführung zusammen. Ergänzt wurde das Team im Rahmen der Übung durch einen Vertreter des Gasversorgers.
Der Ablauf sieht regelmäßige Besprechungen und Lagebewertungen vor, auf deren Basis Maßnahmen beschlossen werden. Die eigentliche operative Arbeit – etwa durch Rettungsdienste – erfolgt eigenverantwortlich, die Einsatzleitung bleibt jedoch bei der Bürgermeisterin.
Rolle der Koordinierungsstelle
Während der gesamten Krisenlage war die Koordinierungsstelle rund um die Uhr besetzt. Sie dient als Schaltzentrale, in der Informationen aus verschiedenen Quellen – Feuerwehr, Leitstelle, Kreishaus, Institutionen und Medien – zusammenlaufen, um die Lage aktuell zu halten und Maßnahmen zu steuern.
Die Koordinierungsstelle agiert als Bindeglied zwischen Einsatzleitung und Öffentlichkeit und sorgt für eine reibungslose Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen.
Wichtigkeit regelmäßiger Übungen
Die Stadtverwaltung Bad Münstereifel sieht das regelmäßige Durchspielen verschiedener Krisenszenarien als entscheidend an, um die Abläufe zu optimieren und die Einsatzfähigkeit dauerhaft sicherzustellen.
Der Leiter des Stabs, Berthold Mahlburg, äußerte sich nach Abschluss der Übung zufrieden: „Wir haben gesehen, dass die Abläufe funktionieren und sowohl der Stab außergewöhnliche Ereignisse als auch die Krisenstäbe diszipliniert und konzentriert arbeiten. Wir haben aber auch erkannt, wo wir noch nachsteuern müssen.“
Städtepartnerschaften als Teil des Stadtprofils
Bad Münstereifel pflegt Partnerschaften mit Ashford in Großbritannien und Fougères in Frankreich. Diese Verbindung ist Teil des städtischen Profils und betont die internationale Ausrichtung der Stadt.
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