Hückeswagen plant neues Hallenbad

Europaweite Ausschreibung gestartet – Baubeginn 2026, Fertigstellung Ende 2028

Die Schloss-Stadt Hückeswagen hat am 24. Juli einen bedeutenden Schritt in Richtung Neubau des städtischen Hallenbads gemacht. Mit der offiziellen Veröffentlichung der europaweiten Ausschreibung startet das Vergabeverfahren für ein nachhaltiges Infrastrukturprojekt, das sowohl für den Schul- und Vereinssport als auch für die Öffentlichkeit von großem Wert sein wird.

Ein neues Verfahren für mehr Effizienz

Der Stadtrat hatte bereits am 17. Juni dem Neubauvorhaben zugestimmt. In den darauffolgenden Wochen erarbeiteten Projektsteuerer und Vergaberechtsanwalt die Unterlagen für die jetzt veröffentlichte Ausschreibung. Anders als im klassischen Vergabeverfahren setzt Hückeswagen auf eine sogenannte Totalübernehmer-Lösung.

Im Unterschied zum Generalunternehmer-Modell, bei dem meist schon konkrete Baugrundlagen bestehen, bindet das Totalübernehmer-Konzept den Partner von Anfang an ein: Von der Planung über den Bauantrag bis zur Fertigstellung bleibt alles in einer Hand. Die Stadt Hückeswagen verspricht sich davon vor allem eine effizientere und schnellere Umsetzung sowie eine bessere Koordination sämtlicher Bauabschnitte.

Das bietet das neue Hallenbad

  • Schwimmerbecken mit vier Bahnen (je 2,50 m breit, Tiefe: 1,35 – 1,40 m)
  • Vier Startblöcke
  • Sprungbrett (1 m) und Sprungturm (3 m)
  • Variobecken bzw. Kursbecken (12,5 x 8 m) mit Hubboden (0 – 1,80 m Tiefe) und kleiner Kinderrutsche
  • Kleinkinderbecken (~30 m² Wasserfläche) mit Kinderrutsche und weiteren Spielattraktionen
  • Textildampfbad
  • Barrierefreier Ausbau für uneingeschränkte Zugänglichkeit
  • Energieversorgung über Nahwärme, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerk und Photovoltaik zur Förderung des Klimaschutzes
  • Eine Riesenrutsche ist nicht vorgesehen, stattdessen werden familienfreundliche und sportliche Nutzungsmöglichkeiten geschaffen.

    Vergabeprozess und Zeitplan

    Mit der europaweiten Ausschreibung erhalten interessierte Unternehmen jetzt die Gelegenheit, Teilnahmeanträge einzureichen. Die Anforderungen und Formulare stehen bereit. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 5. September 2025. Nach Prüfung und Bewertung aller Anträge anhand eines Punktesystems werden drei Unternehmen ausgewählt, ein konkretes Angebot abzugeben.

    Das Vorhaben folgt einem klaren Zeitplan: Nach Abschluss des Vergabeverfahrens soll im Frühjahr 2026 ein Totalübernehmer beauftragt werden. Im Anschluss ist der Abriss des alten Bades und der Neubau vorgesehen. Mit einer Fertigstellung wird derzeit Ende 2028 gerechnet.

    Transparenz und Einbindung der Öffentlichkeit

    Die Stadtverwaltung kündigt an, die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über den Fortgang des Projekts zu informieren. Das Ziel ist ein modernes Hallenbad, das den Ansprüchen aller Nutzergruppen gerecht wird und nachhaltig betrieben werden kann.

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