Lemgo erhält EFRE/JTF-Fördermittel für die energetische Sanierung der Anne-Frank-Schule

Mehr als 7,2 Millionen Euro Investition für den Umbau zum Kulturzentrum – inklusive geplanter energetischer Maßnahmen und Anpassung der Raumstruktur

Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen, damit das Gebäude in der ersten Jahreshälfte 2029 fertig wird.
Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen, damit das Gebäude in der ersten Jahreshälfte 2029 fertig wird.© Redaktionsteam Lemgo (Pressemitteilung)

Die Alte Hansestadt Lemgo erhält Fördermittel für die energetische Sanierung der ehemaligen Anne-Frank-Schule. Das Gebäude an der Menkestraße soll zu einem Kulturzentrum umgebaut werden, in dem künftig Bildung, Musik und Ehrenamt unter einem Dach zusammenfinden.

Bürgermeister Markus Baier nahm den Zuwendungsbescheid von Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling entgegen. Für die energetische Sanierung fließen 5,244 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Förderprogramm „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“ nach Lemgo. Die Förderquote liegt bei 80 Prozent. Jeweils die Hälfte der Förderung tragen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union.

Nach Angaben der Stadt werden einschließlich der Eigenmittel für die energetische Sanierung sowie der städtischen Mittel für die Nutzungsänderung insgesamt mehr als 7,2 Millionen Euro in die ehemalige Anne-Frank-Schule investiert.

Kulturzentrum mit Musikschule, VHS und Fahrradwerkstatt

Im neuen Kulturzentrum soll die Musikschule Lemgo ihre Basis finden. Außerdem wird die VHS Detmold-Lemgo dort dauerhaft Integrations-, Sprach-, Bewegungs- und Kreativkurse anbieten können. Auch die ehrenamtliche Fahrradwerkstatt, die bereits jetzt in den ehemaligen Schulräumen untergebracht ist, bleibt nach der Sanierung am Standort.

Bürgermeister Markus Baier erklärte, mit dem Projekt werde aus dem Gebäude „ein Kulturzentrum mit Musikschule, VHS und Ehrenamt“. Zugleich zahle die Stadt damit auf ihr strategisches Ziel als Bildungsstandort sowie auf ihre Anstrengungen zur Nachhaltigkeit ein.

Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling bezeichnete die energetische Sanierung als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Bildungsinfrastruktur. Zugleich schaffe das Projekt die Voraussetzung dafür, ein bislang nur eingeschränkt nutzbares Gebäude in einen modernen Ort für Bildung, Begegnung und Integration zu verwandeln.

Umfangreiche Sanierung geplant

Damit das Gebäude seine neue Bestimmung erfüllen kann, sind umfassende Arbeiten vorgesehen. Geplant sind die Dämmung und energetische Ertüchtigung der Fassade sowie von Böden, Decken und Wänden. Eine neue Fußbodenheizung soll mit Fernwärme betrieben werden.

Hinzu kommen eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Photovoltaikanlage sowie energetisch sparsame Fenster, Außentüren und Lichtkuppeln. Auch die Beleuchtung wird auf LED umgestellt.

Darüber hinaus sollen Barrierefreiheit und Brandschutz verbessert werden. Vorgesehen sind unter anderem ein neuer Aufzug und neue Sanitäranlagen.

Anpassungen für die künftige Nutzung

Neben der energetischen Sanierung wird die vorhandene Raumstruktur teilweise umgebaut und an die neue Nutzung angepasst. Geplant sind dabei auch akustische Maßnahmen, damit die Musikschule gute Bedingungen vorfindet. Die Gebäudewirtschaft Lemgo arbeitet dafür nach Angaben der Stadt eng mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern des Gebäudes zusammen.

Zeitplan bis 2029

Als nächster Schritt steht unmittelbar die Bauantragsplanung an. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Fertig werden soll das Gebäude in der ersten Jahreshälfte 2029.

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