Lemgo erhält Fördermittel für die Sanierung der ehemaligen Anne-Frank-Schule zum Kulturzentrum
5,2 Millionen Euro Förderzusage und mehr als 7,2 Millionen Euro Gesamtinvestitionen für Musikschule, VHS-Kurse und Fahrradwerkstatt

Die Alte Hansestadt Lemgo erhält Fördermittel für die energetische Sanierung der ehemaligen Anne-Frank-Schule. Das Gebäude in der Menkestraße soll zu einem Kulturzentrum umgebaut werden. Bürgermeister Markus Baier nahm dafür von Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling einen Zuwendungsbescheid über 5,2 Millionen Euro entgegen.
Kulturzentrum für Musikschule, VHS und Ehrenamt
In dem künftigen Kulturzentrum soll die Musikschule Lemgo ihre Basis erhalten. Zudem wird die VHS Detmold-Lemgo dort dauerhaft Integrations-, Sprach-, Bewegungs- und Kreativkurse anbieten können. Auch die ehrenamtliche Fahrradwerkstatt, die bereits jetzt in den ehemaligen Schulräumen untergebracht ist, soll nach der Sanierung weiter an dem Standort bleiben.
Förderung von 5,244 Millionen Euro
Für die energetische Sanierung erhält die Stadt 5,244 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Förderprogramm „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“. Die Förderquote liegt bei 80 Prozent. Jeweils die Hälfte der Fördersumme tragen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union.
Zusammen mit den Eigenmitteln der Stadt für die energetische Sanierung sowie den städtischen Mitteln für die Nutzungsänderung sollen insgesamt mehr als 7,2 Millionen Euro in die ehemalige Anne-Frank-Schule investiert werden.
Umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten geplant
Damit das Gebäude künftig als Kulturzentrum genutzt werden kann, sind zahlreiche Arbeiten vorgesehen. Geplant sind die Dämmung und energetische Ertüchtigung der Fassade sowie von Böden, Decken und Wänden. Eine neue Fußbodenheizung soll mit Fernwärme betrieben werden.
Vorgesehen sind außerdem eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Photovoltaikanlage sowie energetisch sparsame Fenster, Außentüren und Lichtkuppeln. Die Beleuchtung wird auf LED umgestellt.
Darüber hinaus sollen Barrierefreiheit und Brandschutz verbessert werden. Geplant sind unter anderem ein neuer Aufzug und neue Sanitäranlagen. Neben der Sanierung wird die vorhandene Raumstruktur teilweise umgebaut und an die neue Nutzung angepasst. Auch akustische Maßnahmen sind vorgesehen, damit die Musikschule geeignete Bedingungen erhält.
Zeitplan bis 2029
Die Gebäudewirtschaft Lemgo arbeitet nach Angaben der Stadt eng mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern des Gebäudes zusammen. Als nächster Schritt steht unmittelbar die Bauantragsplanung bevor. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Fertiggestellt werden soll das Gebäude in der ersten Jahreshälfte 2029.
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