Neue Brücke in Papiernbentrup verbindet Natur und Infrastruktur

Aluminiumkonstruktion verbessert Fuß- und Radwege, fördert Hochwasserschutz und bietet Lebensraum für Fledermäuse und Wasseramseln

Die neue Brücke in Papiernbentrup ist seit vergangener Woche für die Öffentlichkeit freigegeben. Das Bauwerk ersetzt die bisherige, altersbedingt sanierungsbedürftige Überführung über die Bega und sorgt nun für eine bessere sowie sicherere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer.

Technische Details und Bauausführung

Die Brücke besticht durch ihre fast 10 Meter Länge und eine lichte Breite von 3 Metern. Damit bietet sie ausreichend Platz für den Fuß- und Radverkehr. Die bei der Konstruktion verwendete Aluminiumkonstruktion wurde als Fertigelement aus Baden-Württemberg geliefert und in Papiernbentrup per Kran millimetergenau eingesetzt. Das Bauwerk bringt 2,4 Tonnen auf die Waage.

Für die nötige Stabilität sorgten umfangreiche Gründungs- und Betonarbeiten, darunter eine 8 Meter tiefe Gründung mit Stahlspundwänden. Dank dieser Maßnahmen ist die Brücke auf lange Sicht für wechselnde Wasserstände und Belastungen ausgelegt.

  • Länge: fast 10 Meter
  • Breite: 3 Meter (lichte Weite)
  • Gewicht: 2,4 Tonnen
  • Gründung: 8 Meter tief, mit Stahlspundwänden
  • Mehr Platz für die Bega und die Natur

    Ein wichtiger Vorteil des Neubaus ist die größere Wassermenge, die künftig unter der Brücke hindurchfließen kann. Im Vergleich zur alten Überführung ist dieser Querschnitt um 50 Prozent größer gestaltet. Dadurch wird die Gefahr von Überschwemmungen reduziert und das Ökosystem rund um die Bega langfristig gestärkt.

    Integration von Naturschutzmaßnahmen

    Im Rahmen der Bauarbeiten wurden gezielt Nistkästen angebracht. Diese bieten vor allem Fledermäusen und Wasseramseln ein geschütztes Zuhause. Die Tiere fühlen sich im Bereich der Bega besonders wohl und finden an der neuen Brücke optimale Bedingungen vor.

    Finanzierung und Perspektiven

    Die Gesamtkosten für das Brückenprojekt belaufen sich auf rund 400.000 Euro. Mit der erfolgreichen Fertigstellung der neuen Überquerung wird nicht nur die Infrastruktur nachhaltig verbessert, sondern auch dem Natur- und Artenschutz Rechnung getragen.

    Die Freigabe der Papiernbentruper Brücke stellt einen wichtigen Schritt für die Region dar – infrastrukturell wie ökologisch. Fußgänger, Radfahrer und Naturliebhaber profitieren gleichermaßen von der neuen Verbindung über die Bega.

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