Neuer Schwung für Lemgos Jugendhilfe
Workshop des Jugendhilfeausschusses setzt Fokus auf Zusammenarbeit, Fachkräftemangel und Finanzfragen

Der Lemgoer Jugendhilfeausschuss (JHA) ist mit einem praxisnahen Workshop in die neue fünfjährige Wahlperiode gestartet. Die Verwaltung des Jugendamts hatte die Mitglieder des Ausschusses – darunter politische Entscheidungsträger, Vertreterinnen und Vertreter der freien Jugendhilfe sowie beratende Mitglieder – zu dieser Veranstaltung geladen, um die Weichen für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zu stellen.
Workshop als Starthilfe für den Jugendhilfeausschuss
Im Mittelpunkt des Workshops standen die Besonderheiten des Gremiums, die Abstimmung zentraler Handlungsfelder sowie aktuelle fachliche Entwicklungen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Lemgo. Ein Fachberater vom LWL-Landesjugendamt Westfalen stellte sicher, dass alle Beteiligten auf denselben Informationsstand kamen und gab einen fundierten Ausblick auf die kommenden Herausforderungen.
Passend dazu versprach der Fachberater: „Ihnen werden am Ende die Köpfe rauchen“. Gemeinsam mit Juliane Gaßmann, Geschäftsbereichsleiterin „Jugend & Schule“, und Abteilungsleiterinnen des Jugendamts moderierte er die verschiedenen Themenblöcke.
Verantwortungen und Zuständigkeiten im Fokus
Ein zentrales Bild im Verlauf der Veranstaltung war das der Doppelhaushälfte: Verwaltung und Jugendhilfeausschuss bilden gemeinsam das Jugendamt, wobei Aufgaben und Verantwortungen aus bundes-, landes- und kommunalrechtlichen Vorgaben resultieren. Besonders die Beschlussrechte und die spezielle Zusammensetzung unterscheiden den JHA von anderen Ausschüssen.
Drängende Herausforderungen: Fachkräftemangel und Finanznot
Als besonders drängend für die kommenden Jahre wurden zwei Themen identifiziert: So betonte der Fachberater den zunehmenden Fachkräftemangel in der Jugendhilfe und die angespannte Finanzlage sowohl auf kommunaler Seite als auch bei den freien Trägern. Trotz vorhandener Gestaltungsmöglichkeiten seien die Zeiten „sehr schwierig“, so die Einschätzung.
Hier zeigt sich, wie wichtig die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten für die Zukunftsfähigkeit der Jugendarbeit in Lemgo ist.
Engagiertes Gremium für Lemgo
Die Diskussionen im Workshop befassten sich auch mit dem Aufbau der Verwaltung und den Strukturen der Zusammenarbeit. Juliane Gaßmann zeigte sich erfreut über das Engagement der Ausschussmitglieder: „Der Jugendhilfeausschuss trifft Entscheidungen, die Lemgoer Familien ganz konkret in ihrem Alltag spüren. Deswegen ist es wichtig, dass alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses genau wissen, welche Möglichkeiten der Ausschuss hat und wie wir gemeinsam Dinge für Lemgo verantwortungsbewusst gestalten können.“
Eröffnung durch Bürgermeister Markus Baier
Bürgermeister Markus Baier begrüßte die Teilnehmenden persönlich zu diesem samstäglichen Workshop. Damit unterstrich er die Bedeutung des Themas für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger.
Durch den gelungenen Auftakt des Jugendhilfeausschusses sind die Rahmenbedingungen gesetzt, um gemeinsam die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien in Lemgo tatkräftig zu vertreten.
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