Solarbank am Engelbert-Kaempfer-Gymnasium
Nachhaltige Technik lädt Handys auf und dient als Lernobjekt im Unterricht

Am Engelbert-Kaempfer-Gymnasium sorgt seit Kurzem ein innovatives Sitzmöbel für Aufsehen: Die neue Solarbank bietet nicht nur einen Platz zum Verweilen, sondern liefert dank integrierter Solarmodule auch Strom, um Smartphones und Tablets direkt vor Ort aufzuladen. Mit dieser Kombination aus Funktionalität und Nachhaltigkeit setzt die Schule ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz und innovative Energienutzung im Alltag.
Solarenergie auf dem Schulhof: Mehr als eine Bank
Die Solarbank, die durch ihr futuristisches Design bereits optisch hervorsticht, ist mit USB-Anschlüssen sowie zwei Zonen für kabelloses Laden ausgestattet. Die Sitzfläche enthält Solarmodule, die eigenständig Strom generieren. So können Schülerinnen und Schüler in den Pausen ihre mobilen Endgeräte aufladen oder die Bank aktiv im Unterricht nutzen. Die Umsetzung erfolgte im Rahmen des Kooperationsprojekts "Energiesparen macht Schule", einer gemeinsamen Initiative der Alten Hansestadt Lemgo und der Stadtwerke Lemgo.
Finanzierung durch Einsparungen
Bemerkenswert: Die Kosten für die Solarbänke – jede rund 6.000 Euro – wurden nicht aus klassischen Haushaltsmitteln, sondern direkt durch Einsparungen beim Energieverbrauch der Schulen finanziert. Mit gezieltem Energiesparen konnten die Lemgoer Schulen ihre Gebäudekosten deutlich senken. Die erzielten Ersparnisse kommen einem Investitionstopf zugute, aus dem erneut Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz realisiert werden können. Neben dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium wurde auch das Marianne-Weber-Gymnasium mit einer Solarbank ausgestattet.
Einbindung in den Unterricht
Die Installation der etwa 90 Kilogramm schweren Bank erfolgte durch das Team des städtischen Bauhofs. Beim offiziellen Probesitzen waren neben Schulleiterin Bärbel Fischer auch Vertreterinnen und Vertreter der Schule, der Stadt und der Stadtwerke anwesend. Ronja Post, Klimaschutzbeauftragte der Alten Hansestadt Lemgo, betonte: „Mit den Solarbänken können wir Klimaschutz vor Ort sichtbar machen. Die Bänke sind mehr als nur Stromquellen, sie machen erneuerbare Energien für Schülerinnen und Schüler direkt erlebbar.“
Darüber hinaus sieht Thorsten Lüngen, stellvertretender Schulleiter und Physiklehrer, großes Potenzial darin, die Leistungsdaten der Solarbank auch für Lehrzwecke zu verwenden. Die Auswertung der erzeugten Energie kann anschaulich in naturwissenschaftlichen Unterricht integriert werden und ermöglicht so praxisnahe Lerneinheiten.
Symbolwirkung für den Klimaschutz
Die Solarbänke schaffen nicht nur neue Möglichkeiten im Schulalltag, sondern tragen auch dazu bei, Schülerinnen und Schüler für das Thema Klimaschutz und den bewussten Umgang mit Energie zu sensibilisieren. Die innovative Lösung zeigt, wie technischer Fortschritt und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.
Projektpartner und Beteiligte
Die steht damit exemplarisch für innovative Ansätze, wie Schulen aktiv zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig neue Lernwelten schaffen können.
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