20. Juli 1944: Gedenken in Monheim am Rhein zum 82. Jahrestag
Am Rathausvorplatz werden Flaggen gehisst – zum Attentat auf Adolf Hitler und den Ereignissen des Umsturzversuchs.

Zum Gedenken an das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 werden auf dem Rathausvorplatz in Monheim am Rhein am 20. Juli Flaggen gehisst. Anlass ist der 82. Jahrestag des Attentats.
Erinnerung an den militärischen Widerstand
Am 20. Juli 1944 deponierte der deutsche Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine Aktentasche mit Sprengstoff bei einer Besprechung im Führerhauptquartier Wolfsschanze. Das Attentat gilt als der bedeutendste Umsturzversuch des militärischen Widerstands zur Zeit des Nationalsozialismus.
Am Morgen des 20. Juli 1944 flog Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg gemeinsam mit seinem Adjutanten Oberleutnant Werner von Haeften in das Führerhauptquartier Wolfsschanze bei Rastenburg. Vor der Berichterstattung an Hitler gab Stauffenberg vor, sich umziehen zu wollen. Da er einarmig war, half ihm sein Adjutant. Beide bereiteten gemeinsam die Sprengladung vor, wurden dabei jedoch gestört und konnten nur ein statt der geplanten zwei Kilogramm Sprengstoff einsetzen.
Stauffenberg verließ die Besprechung mit Hitler später unter dem Vorwand eines Telefonats. Gegen 12.45 Uhr detonierte die Bombe. Vier Personen wurden getötet, fast alle Anwesenden verletzt. Hitler selbst wurde nach Darstellung der Stadt vom schweren Kartentisch geschützt und nur leicht verletzt. Stauffenberg flog in der Überzeugung, Hitler sei tot, nach Berlin zurück.
Der gescheiterte Umsturzversuch
Die Beteiligten des Widerstands stammten aus vielen Schichten der Bevölkerung. Parallel zum Attentat im Führerhauptquartier sollten in Berlin unter dem Codewort „Walküre“ alle Gestapo-, Partei- und SS-Dienststellen von der Wehrmacht besetzt werden. Nach Angaben der Stadt wurde dabei jedoch nur halbherzig vorgegangen.
Nach seiner Ankunft im Berliner Bendlerblock, dem Oberkommando des Heeres und der Verschwörerzentrale, stellte Stauffenberg gegen 16.30 Uhr fest, dass außer der Alarmierung der Truppen des Ersatzheeres, das die militärische und vollziehende Gewalt in Deutschland übernehmen sollte, nichts unternommen worden war.
Zudem fehlten klare Nachrichten über den Erfolg des Attentats. Erst zu diesem Zeitpunkt gingen Befehle für den Staatsstreich heraus, die jedoch umgehend von der Wolfsschanze aus widerrufen wurden. Die Abriegelung des Berliner Regierungsviertels in der Wilhelmstraße, die Ausschaltung des Rundfunks in Berlin-Charlottenburg, die Verhaftung der SS-Führung in Lichterfelde und die Besetzung der Gestapozentrale in der Prinz-Albrecht-Straße scheiterten.
Erschießungen noch am selben Tag
Im Hof des Bendlerblocks wurden noch am selben Tag Stauffenberg, Haeften, General Friedrich Olbricht und Oberst Albrecht Mertz von Quirnheim standrechtlich erschossen. Generaloberst Ludwig Beck wurde die Gelegenheit zum Selbstmord gegeben. Als dieser misslang, wurde er von einem Feldwebel erschossen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.