20 Jahre Städtepartnerschaft: Monheim am Rhein trifft Malbork
40 Bürger feiern mit historischem Programm und planen nächste Reise für 2026

Monheim am Rhein und Malbork haben ihre 20-jährige Städtepartnerschaft mit einer besonderen Reise gefeiert: 40 Bürgerinnen und Bürger aus Monheim reisten in die polnische Partnerstadt, um die Verbindung zwischen den beiden Städten weiter zu festigen und gemeinsam neue Eindrücke zu sammeln.
Offizieller Empfang und Bedeutung der Partnerschaft
Die Monheimer Delegation wurde in Malbork herzlich empfangen – unter anderem von Bürgermeister Marek Charzewski. Er betonte die lebendige Partnerschaft mit den Worten: „Unsere Partnerschaft lebt. 40 Gäste aus Monheim am Rhein sind der beste Beweis dafür.“ Auch die Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine kamen während der Begrüßung zur Sprache, da Polen und Malbork hiervon unmittelbar betroffen sind. Trotz der aktuellen Herausforderungen berichtete Charzewski von erfolgreichen Entwicklungen in Malbork, insbesondere einer neuen Spaziermeile entlang der Nogat, die Besucher wie Bürger gleichermaßen einlädt.
Vielfältiges Reiseprogramm mit Geschichtsbezug
Die Reise umfasste ein abwechslungsreiches Programm. Einen nachdenklichen Akzent setzten die Besuche des Konzentrationslagers Stutthof und des Solidarność-Museums in Danzig, die wichtige Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte thematisieren. Daneben standen unter anderem die Besichtigung des historischen Wasserturms, Workshops in der ehemaligen Lateinschule und eine Bootsfahrt über die Nogat auf dem Programm, mit eindrucksvollem Blick auf die imposante Marienburg.
Beziehungsreiches Detail: Zwei Marienburgen
Ein besonderes Detail verbindet Monheim am Rhein und Malbork: In beiden Städten gibt es eine Marienburg. Während die polnische Marienburg als größte Burganlage der Welt gilt, verweist die Monheimer Marienburg – eine Villa aus dem 19. Jahrhundert – stilistisch auf ihr polnisches Vorbild und trägt daher den selben Namen.
Gemeinsamer Abschluss und Ausblick
Das Programm wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgerundet, an dem auch Bürger und Studierende aus Malbork teilnahmen. Dr. Hagen Bastian, ehemaliger Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums und Organisator der Reise, unterstreicht die Nachhaltigkeit solcher Begegnungen: „Außer mir waren alle zum ersten Mal in Malbork. Genau darum geht es uns: Wir möchten auch Menschen für unsere Partnerstädte begeistern, die bisher noch keinen Kontakt dazu hatten. So wächst die Partnerschaft und lebt vom gegenseitigen Verstehen.“
Zukünftige Begegnungen und Kontaktmöglichkeiten
Die nächste Reise nach Polen ist bereits für August 2026 vorgesehen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Monheim, die mehr erfahren möchten oder eine Teilnahme in Erwägung ziehen, können sich direkt per E-Mail informieren.
Auch Bürgerinnen und Bürger aus Malbork, denen eine Reise nach Monheim am Rhein vorschwebt, können sich beim Freundeskreis melden. Der Verein fördert seit Jahren den Austausch zwischen den beiden Städten und unterstützt sowohl Besuche in Malbork als auch Gegenbesuche in Deutschland. Weiterführende Informationen sind im Bereich „Städtepartnerschaften“ auf der städtischen Website verfügbar.
Die gelungene Begegnung zeigt, wie intensiv Städtepartnerschaften gelebt werden können und welchen Beitrag sie zur internationalen Verständigung leisten. Die Reise bot den Teilnehmenden neue Perspektiven – sowohl auf die Geschichte als auch auf die Gegenwart der Partnerstadt.
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