Marwa El-Sherbini-Preis gegen antimuslimischen Rassismus verliehen

Preisträger aus Politik, Wissenschaft und Vereinen setzen Zeichen in Monheim am Rhein

Marwa El-Sherbini-Preis gegen antimuslimischen Rassismus verliehen
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Monheim am Rhein

Die Verleihung des Marwa El-Sherbini-Preises in Monheim am Rhein setzte ein deutliches Signal gegen antimuslimischen Rassismus und versammelte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung, Wissenschaft sowie der Zivilgesellschaft. Die diesjährige Preisverleihung, eingebettet in eine landesweite Fachtagung unter dem Motto „Haltung zeigen. Verantwortung übernehmen.“, verdeutlichte die gesellschaftliche Relevanz des Themas.

Ein Preis mit besonderer Botschaft

Der Marwa El-Sherbini Preis wird vom Forum Muslimische NRW an Personen und Organisationen vergeben, die sich durch besonderes Engagement gegen antimuslimischen Rassismus hervortun. Die Auszeichnung ist dem Andenken an Marwa El-Sherbini gewidmet, die im Jahr 2009 in Dresden Opfer eines antimuslimisch motivierten Mordes wurde. Ihr Schicksal gilt als mahnender Wendepunkt für das gesellschaftliche Bewusstsein in Deutschland.

Mit dem Preis werden Zeichen gegen das gesellschaftliche Schweigen gesetzt und das Engagement für eine aktive, solidarische Zivilgesellschaft hervorgehoben.

Erstmals Preisverleihung in drei Kategorien

Im Unterschied zu den Vorjahren, in denen jeweils eine muslimische Persönlichkeit gewürdigt wurde, fand die Ehrung erstmals in drei Kategorien statt:

  • Muslimische Personen
  • Nicht-muslimische Personen
  • Vereine oder Organisationen
  • Diese Neuausrichtung unterstreicht die Vielfalt des Engagements im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus.

    Frank Meyer: Preisträger für gelebte Vielfalt

    Einer der diesjährigen Preisträger ist Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld. Daniel Zimmermann, selbst im Vorjahr ausgezeichnet, betonte in seiner Laudatio Meyers konsequentes und sichtbares Engagement für die Belange von Musliminnen und Muslimen in Krefeld. Besonders hervorgehoben wurde der Vertrag mit dem lokalen Moscheeverband, der den öffentlichen Gebetsruf ermöglichte – ein bedeutsames Symbol für Religionsfreiheit und einen respektvollen Umgang auf kommunaler Ebene.

    Zimmermann hob hervor, dass Kommunalpolitiker wie Frank Meyer mit ihrer Haltung und unmittelbaren Nähe zu den Menschen einen wesentlichen Beitrag zur Wertschätzung und Wahrnehmung muslimischer Communities leisten.

    Weitere Auszeichnungen für zivilgesellschaftliches Engagement

    • Dr. Erika Amina Theißen wurde für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Teilhabe, Selbstbestimmung und Dialog mit dem Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen (BFmF e.V.) aus Köln gewürdigt.
    • Die Allianz „CLAIM“ erhielt den Preis für die Dokumentation und Sichtbarmachung antimuslimischen Rassismus und die Förderung politischer Debatten darüber.
    • Vielfältiges Programm und intensive Diskussionen

      Die Preisverleihung bildete den feierlichen Abschluss eines Fachtags mit rund 200 Gästen. Die Veranstaltung bot Raum für fachlichen Austausch, Diskussionen zu Themen wie medialer Verzerrung muslimischer Lebensrealitäten und institutionellen Reaktionsmöglichkeiten sowie künstlerische Beiträge – darunter Poetry und Comedy.

      Gesellschaftliches Engagement bleibt entscheidend

      Die diesjährige Verleihung des Marwa El-Sherbini-Preises unterstreicht, wie wichtig lokale Initiativen und persönliches Engagement sind, um antimuslimischem Rassismus konstruktiv zu begegnen und eine offene, vielfältige Gesellschaft zu stärken.

      Die Veranstaltung in Monheim am Rhein hat erneut gezeigt, dass eine klare Haltung und Engagement vor Ort einen entscheidenden Unterschied machen können.

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