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Monheim setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Mit Flaggenhissen, mehrsprachigen Brötchentüten und Präventionsangeboten macht die Stadt am 25. November auf das Thema aufmerksam

Monheim setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Monheim am RheinBild 1 von 2

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen steht auch in Monheim am Rhein im Zeichen des Engagements gegen häusliche und strukturelle Gewalt. Die diesjährige Aktion fand am Dienstag, 25. November, statt und setzt ein klares Signal gegen die weitverbreitete Problematik, vor der keine gesellschaftliche Gruppe gefeit ist.

Gemeinsames Zeichen: Flaggenhissung im Stadtzentrum

Bürgermeisterin Sonja Wienecke und Gleichstellungsbeauftragte Regina Konrad hissten gemeinsam mit weiteren Beschäftigten die Aktionsflagge „Nein zu Gewalt an Frauen“. Damit wurde ein sichtbares Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität gesetzt. Sonja Wienecke betont: „Gewalt, ob sichtbar oder verborgen, prägt das Leben unzähliger Menschen.“ Die aus ihrer beruflichen Praxis gewonnenen Einblicke zeigen, dass die Problematik vielfältig ist und in allen sozialen Schichten vorkommt.

Regina Konrad ergänzt: „Diese Menschen brauchen dringend Schutz und Hilfe. Dafür sind wir alle im Alltag verantwortlich.“ Die Aktion unterstreicht, dass Aufklärung und Solidarität fortlaufende gesellschaftliche Aufgaben sind.

Brötchentütenaktion: Aufklärung in sieben Sprachen

Seit 2011 werden im Kreis Mettmann im Rahmen der Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ spezielle Brötchentüten in Bäckereien, Apotheken, Kiosken und Cafés ausgegeben. In Monheim am Rhein stehen dieses Jahr 30.000 Tüten mit Aufrufen auf Deutsch und in sechs weiteren Sprachen zur Verfügung. Die Tüten sind mit Notrufnummern versehen und sollen betroffenen Frauen und Mädchen Mut machen, Unterstützung zu suchen.

  • Bäckereien
  • Apotheken
  • Bücherstube Rossbach
  • Kioske an Haupt- und Benrather Straße
  • Beide Moki-Cafés
  • Die Verteilung an wechselnden Orten erhöht die Reichweite der Aktion in der Stadtgesellschaft und gibt dem Hilfsangebot ein Gesicht.

    Hilfetelefon: Rund um die Uhr erreichbar

    Eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene ist das Hilfetelefon „Hilfe für Frauen“. Unter der Nummer 116 016 erhalten Frauen und Mädchen anonym, kostenlos und in 18 Sprachen Unterstützung.

    title="Hilfetelefon ‚Hilfe für Frauen‘"

    subtitle="Rund um die Uhr, anonym & mehrsprachig"

    phone="116 016"

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    Präventionsarbeit und Informationsangebote

    Die Zahlen des SKFM Mettmann zeigen, wie präsent das Thema ist: Im vergangenen Jahr wurden 800 Fälle häuslicher Gewalt im Kreis registriert, davon 92 in Monheim am Rhein. Die Beratungsstellen des Vereins betreuten insgesamt 1.500 Frauen und 850 Kinder. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen. Zielgruppenübergreifende Infos und Präventionskurse richten sich an alle Altersgruppen:

    • Regelmäßige Informationsmaterialien für Monheimer Kitas, Schulen und städtische Einrichtungen
    • Filmvorführung „Karla“, ein Präventionsfilm der Interventionsstelle Mettmann, am 25. November im Rex-Kino Langenfeld
    • Selbstbehauptungskurs für Frauen und Mädchen am 26. November im Gertrud-Borkott-Haus der AWO (16 bis 20 Uhr)
    • title="Anmeldung Selbstbehauptungskurs"

      subtitle="Für Frauen und Mädchen"

      email="[email protected]"

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      Langfristiges Ziel: Gesellschaftliche Sensibilisierung

      Die steigenden Zahlen in den Beratungsstellen sieht Regina Konrad als Erfolg der Präventionsmaßnahmen, aber auch als klares Signal für den Handlungsbedarf. Der Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen erinnert: Hinschauen, Zuhören und Helfen – das sind Aufgaben für die gesamte Gesellschaft.

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