Neue Kreativwerkstatt in der alten Krautfabrik eröffnet
Offene Begegnungsstätte fördert Nachhaltigkeit, Kunst und Gemeinschaft mit vielfältigen Angeboten

Mit einem feierlichen Akt ist ein neues Kapitel für die ehemalige Krautfabrik an der Kapellenstraße aufgeschlagen worden: Am Freitag, 16. Mai, eröffneten Bürgermeister Daniel Zimmermann und das Team von Sojus 7 die neue Werkstatt offiziell. Der Wandel von der traditionsreichen Produktionsstätte zur innovativen Begegnungsstätte wurde durch die Unterstützung der Stadtsparkasse Düsseldorf ermöglicht, die anlässlich ihres 200. Jubiläums 81.000 Euro für das Projekt bereitstellte.
Sojus 7: Offener Raum für kreative Projekte
Die neue Werkstatt versteht sich als offener Ort für alle, die Interesse an gemeinschaftlichem Basteln, Werken und Erproben haben. Das Angebot richtet sich sowohl an regelmäßige Besucher als auch an Neugierige, die spontan vorbeischauen möchten. Christian Kaindl, Leiter von Sojus 7, betont: „Wir laden alle ein, mitzudenken, mitzumachen und Ideen einzubringen.“
Der hintere Teil der umgebauten Krautfabrik bietet auf zwei Etagen vielfältige Möglichkeiten:
Ziel ist es, einen Treffpunkt zu schaffen, an dem Nachhaltigkeit und eigenverantwortliches Handeln im Vordergrund stehen.
Nachhaltigkeit als zentrales Thema
Die Unterstützung der Stadtsparkasse Düsseldorf ist Teil einer breit angelegten Initiative zum Thema Nachhaltigkeit. Anlässlich des 200. Jubiläums wurde eine Nachhaltigkeitsstiftung mit einem Vermögen von 20 Millionen Euro gegründet, um nachhaltige Projekte in der Region zu fördern. Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Dahm hebt hervor: „Dieses Jubiläum bietet uns die Gelegenheit, zu feiern und gleichzeitig aktiv in unsere Region zu investieren.“
Bürgermeister Daniel Zimmermann lobt die Initiative: „Das Thema Nachhaltigkeit begleitet uns schon immer. Es ist großartig, alte Bausubstanz zu retten und neue Räume zu schaffen, die Ehrenamtliche, Künstler und die lokale Kultur fördern.“
Historisches Gebäude mit neuer Bedeutung
Die Krautfabrik blickt auf eine vielseitige Geschichte zurück: 1955 ursprünglich zur Herstellung von Rübenkraut errichtet, wurde das Gebäude später von einer metallchemischen Firma genutzt. Seit dem Einzug einer Kunst- und Kulturvereinigung im Jahr 1988 ist das Haus ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur und fungiert seit 2008 als städtische soziokulturelle Einrichtung. Ehrenamtliches Engagement prägt das Haus von Beginn an.
Bereits 2016 entstand in Kooperation mit dem SKFM die Fahrradwerkstatt, in der defekte Fahrräder mit Unterstützung von Ehrenamtlichen wieder fahrtüchtig gemacht werden konnten. Das Interesse am Reparieren und Wiederverwenden bleibt ungebrochen.
Werkstatt und weitere Angebote
Nach einer Phase im Ausweichquartier „Bier- und Musik-Salon“ (B.U.M.S.) sind nun in den neuen Werkstatträumen Werkzeuge, Ersatzteile und Fahrräder bereit für die nächste Reparatur. Viele Spenderinnen, Spender und Freiwillige tragen durch ihr Engagement entscheidend zum Erfolg des Projekts bei. Christian Kaindl betont: „Ohne sie wäre das nicht möglich.“ Die Stadtsparkasse unterstreicht den gesellschaftlichen Wert solcher Projekte für Nachhaltigkeit und Eigenverantwortung.
Ergänzend zur Werkstatt werden in der Krautfabrik aktuell fünf Proberäume, ein Tonstudio, ein Medienraum, eine Garderobe sowie ein Bereich für Ehrenamtliche auf insgesamt 120 Quadratmetern eingerichtet. Im Dachgeschoss entstehen Lagerflächen, Technikräume und eine kleine Galerie.
Gemeinschaft, Engagement und neue Perspektiven
Mit der Eröffnung der Werkstatt setzt die Stadt ein Zeichen für nachhaltige Entwicklung und die Förderung von kulturellem sowie ehrenamtlichem Engagement. Das Projekt Sojus 7 in der alten Krautfabrik vereint Tradition und Zukunft und schafft neue Möglichkeiten für die Bevölkerung.
Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Angebote interessieren oder die Werkstatt unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
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