Vom Lehrer zum Lebensretter: Wolfgang Schneiders Wandel

In Monheim am Rhein setzt sich der Sozialarbeiter für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein – ein Blick in seinen Alltag.

Vom Lehrer zum Lebensretter: Wolfgang Schneiders Wandel
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Monheim am Rhein

Wolfgang Schneider: Vom Lehrer zum Sozialarbeiter

Wolfgang Schneider, Sozialarbeiter beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) in Monheim am Rhein, hat eine bewegte Karriere hinter sich. Ursprünglich wollte er Lehrer werden, landete aber über Umwege bei den kommunalen Ordnungsämtern und schließlich in der Sozialarbeit. Heute kämpft er für das Wohl von Kindern und Jugendlichen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen.

Der Alltag im Familienbüro

In seinem Büro mit Blick auf einen Kinderspielplatz hebt sich die Idylle deutlich von den Fällen ab, mit denen Schneider konfrontiert wird. Seine Arbeit umfasst:

  • Jugendprostitution
  • Kinder und Jugendliche, die missbraucht oder vernachlässigt werden
  • Familien in Obdachlosigkeit
  • „Hinter jeder Akte steckt ein persönliches Schicksal“, erklärt er und betont die Bedeutung von Empathie in seiner Arbeit.

    Der Weg zum Sozialarbeiter

    Schneider hat eine interessante berufliche Reise hinter sich. Er begann mit einem Lehramtsstudium, wechselte dann zur Journalistik und landete schließlich bei den Ordnungsämtern. Sein Praktikum in der Sozialarbeit ließ ihn die Wichtigkeit der Unterstützung auf Augenhöhe erkennen. „Es geht nicht um Bevormundung, sondern um echte Hilfe“, so Schneider.

    Kreative Ansätze für den Kontakt

    In Monheim am Rhein setzt Schneider auf unkonventionelle Methoden. „Man muss sich nicht im stickigen Büro treffen. Wir können Basketball spielen oder einen Kaffee trinken“, erklärt er. Vertrauen und Verständnis seien die Grundpfeiler seiner Arbeit.

    Prävention statt Intervention

    Der ASD in Monheim beschäftigt derzeit 16 Mitarbeitende, die sich um etwa 35 Fälle pro Person kümmern. Schneider legt großen Wert auf die Qualität der Arbeit. „Wir reden hier nicht nur über Prävention, sondern auch über das Sichtbarmachen von Problemen, die oft verborgen bleiben“, so der Sozialarbeiter.

    Die Herausforderungen im Alltag

    Die Herausforderungen seines Berufs bleiben nicht ohne Auswirkungen. Schneider gibt zu, dass es Tage gibt, an denen es schwierig ist, abzuschalten: „Es ist Tagesform abhängig. Wenn ich nicht betroffen wäre, würde ich mir Sorgen machen.“

    Kontakt zum Familienbüro

    Die erste Anlaufstelle für Beratungsbedarf in Monheim ist das Familienbüro im Haus Chancen an der Friedenauer Straße 17c. Die Sprechzeiten sind:

    • Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr
    • Montag und Mittwoch: 15:00 - 18:00 Uhr
    • Donnerstag: 13:00 - 17:30 Uhr
    • Telefonisch ist das Familienbüro unter +49 2173 951 5151 erreichbar.

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