Lithium-Batterien: Risiken bei falschem Umgang
Was bei Brandgefahr, unsachgemäßer Ladung und Entsorgung wichtig ist
Lithium-Batterien und Akkus sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Sie stecken unter anderem in Smartphones, E-Bikes, Akkuschraubern, Haushaltsgeräten, Elektroautos, Solarspeichern oder Drohnen. Mit ihrer zunehmenden Verbreitung steigt jedoch auch das Risiko von Bränden und einer unsachgemäßen Entsorgung.
Hohe Brandgefahr bei falschem Umgang
Beschädigte, minderwertige oder falsch geladene Lithium-Akkus können sich stark erhitzen und im schlimmsten Fall in Brand geraten oder explodieren. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom sogenannten thermischen Durchgehen. Dabei erhitzt sich der Akku innerhalb kürzester Zeit extrem. Bei einem Brand können zudem gesundheitsschädliche Gase wie Fluorwasserstoff freigesetzt werden.
Ein weiteres Problem entsteht durch falsch entsorgte Batterien. Immer wieder verursachen Lithium-Akkus Brände in Müllfahrzeugen oder Sortieranlagen, weil sie irrtümlich im Hausmüll landen.
Akkus sicher lagern
Für eine möglichst sichere Aufbewahrung von Lithium-Batterien und Akkus sollten einige Hinweise beachtet werden:
- kühl und trocken lagern sowie vor direkter Sonneneinstrahlung schützen,
- vor Hitze und Feuchtigkeit schützen,
- die Pole mit Klebeband abdecken und Kontakt mit Metall vermeiden,
- für die Lagerung Behälter aus Kunststoff, Holz oder Glas verwenden,
- bei längerer Lagerung einen Ladezustand von etwa 40 bis 50 Prozent wählen.
Akkus richtig entsorgen
Lithium-Batterien und Akkus gehören niemals in den Hausmüll. Sie können kostenlos an bestimmten Stellen abgegeben werden. Die Kostenfreiheit bezieht sich auf die Rückgabe der Batterien und Akkus.
- in Sammelboxen des Handels,
- auf dem Wertstoffhof für kleine Akkus bis 500 Gramm,
- an kommunalen Sammelstellen,
- bei Fachhändlern für größere E-Bike-Akkus über 500 Gramm.
Beschädigte oder aufgeblähte Akkus sollten besonders vorsichtig behandelt werden. Die Pole sollten abgeklebt werden. Bis zur Abgabe sollte der Akku separat und möglichst feuerfest gelagert und anschließend direkt zu einer Sammelstelle gebracht werden.
Nach Angaben der Mitteilung trägt die kostenlose Rückgabe nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern hilft auch, Brände zu vermeiden und wertvolle Rohstoffe im Recyclingkreislauf zu halten.
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