Betrugsmasche mit angeblichem Spendensammler in Hamm
Die Polizei Hamm warnt erneut vor einer Betrugsmasche, bei der sich ein Unbekannter als Spendensammler ausgibt. In Hamm-Heessen nutzte der Mann am Mittwoch, 23. September, die Spendenbereitschaft eines Seniors aus.
Vorfall auf Supermarktparkplatz
Nach Angaben der Polizei machte der vermeintliche Spendensammler gegen 18 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Münsterstraße mit einer Infokarte auf sich aufmerksam. Darauf gab er an, taubstumm zu sein und Spenden zu sammeln. Als ein 79-jähriger Hammer ihm zehn Euro geben wollte, veranlasste der Tatverdächtige ihn dazu, das Geld mithilfe eines EC-Lesegerätes zu überweisen.
Erst später bemerkte der Senior beim Blick in sein Online-Banking, dass ein niedriger vierstelliger Betrag unberechtigt von seinem Konto abgebucht worden war.
Täterbeschreibung
Der gesuchte Mann soll vermutlich zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß und eine schmale Statur haben. Außerdem werden dunkle, mittellange Haare und ein gepflegtes Erscheinungsbild beschrieben. Zur Tatzeit trug er ein dunkles T-Shirt.
Hinweise der Polizei
Die Polizei warnt davor, sich bei Spendenaufrufen unter Druck setzen zu lassen. Seriöse Spendensammler geben demnach in der Regel die Möglichkeit, eine Organisation in Ruhe zu prüfen und sich über deren Arbeit zu informieren. Besonders vorsichtig sollten Menschen sein, wenn Unbekannte sie auf Parkplätzen oder in Geschäften gezielt ansprechen und um Geld bitten.
Die Polizei empfiehlt außerdem, Bankkarten niemals aus der Hand zu geben und Unbekannte nicht mit Karte oder Smartphone hantieren zu lassen. Bei Kartenzahlungen solle der Betrag immer genau geprüft werden, bevor die Zahlung bestätigt wird. Wenn an unbekannten Zahlungsterminals ein ungewöhnlicher Ablauf auffällt oder eine PIN-Eingabe verlangt wird, obwohl nur gespendet werden soll, soll der Vorgang abgebrochen werden.
Nach einer ungewöhnlichen Zahlung sollten Kontoauszüge beziehungsweise das Onlinebanking zeitnah kontrolliert werden. Wer eine unberechtigte Abbuchung feststellt, soll sich unverzüglich an die Bank wenden, sich beraten lassen und zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten. Verdächtige Spendensammler oder eigene Opfer solcher Maschen sollten die Polizei informieren. In dringenden Fällen ist der Notruf 110 zu wählen.