Schändungen mehrerer Gräber auf dem jüdischen Friedhof in Bad Berleburg
Stadt und Staatsschutz verurteilen den Vorfall; Polizei erfasst die Zerstörungen und übernimmt die Ermittlungen
Auf dem alten jüdischen Friedhof in Bad Berleburg ist es am Wochenende erneut zu Schändungen mehrerer Gräber gekommen. Die Stadt verurteilte den Vorfall am 7. September 2026 scharf.
„Die erneuten Schändungen auf dem Friedhof lassen uns fassungslos zurück. Wir verurteilen die Zerstörung und Beschädigung dieses Ortes der Erinnerung, des Gedenkens und des Mahnens für den Frieden auf das Schärfste“, erklärte Volker Sonneborn.
Nach Bekanntwerden des neuerlichen Vorfalls waren der Bürgermeister von Bad Berleburg sowie Polizei und Staatsschutz am Samstag vor Ort und haben gemeinsam das Ausmaß der Zerstörung aufgenommen. Der Staatsschutz übernahm zugleich die Ermittlungen.
Nach Angaben der Stadt war dies bereits nach den ersten Vorfällen vor wenigen Wochen der Fall gewesen. Damals hatten ein oder mehrere Täter Gräber auf dem jüdischen Friedhof geschändet und das jüdische Mahnmal im Berlebach in Bad Berleburg zerstört.
Volker Sonneborn berichtete zudem, dass in den vergangenen Wochen in Abstimmung mit allen Beteiligten, insbesondere der jüdischen Gemeinde und dem LWL, die notwendigen Abstimmungen getroffen worden seien, um die Schäden nach der ersten Schändung zu beheben. In der vergangenen Woche sei außerdem das jüdische Mahnmal im Berlebach repariert und der Davidstern auf dem Mahnmal wieder installiert worden.
Der jüdische Friedhof selbst stand seit Bekanntwerden der ersten Grabschändungen unter engmaschiger polizeilicher Überwachung, zuletzt noch am Freitagabend und damit unmittelbar vor dem erneuten Vorfall.
Der Bürgermeister betonte abschließend: „Klar ist, dass wir diese Schändung generell und solche Taten im Allgemeinen in keiner Weise tolerieren können und werden. Dies ist unvereinbar mit unseren Werten der Gemeinschaft, Solidarität und Toleranz, für die unsere Stadt der Dörfer in der Vergangenheit stand und auch in Zukunft immer stehen wird.“
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