Gefahr in Schwelm: Unbekannter Stoff löst Evakuierung aus

Am heutigen Tag kam es in Schwelm zu einem Einsatz der Feuerwehr in der Kaiserstraße, nachdem im Keller eines Mehrfamilienhauses ein unbekannter Stoff austrat. Der Vorfall wurde durch zwei Handwerker entdeckt, die beim Betreten des Kellers auf eine Flüssigkeit aufmerksam wurden.
Evakuierung und Sofortmaßnahmen
Unmittelbar nach dem Fund wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Einige Bewohner des Hauses berichteten über Atemwegsreizungen, was umgehend zu einer vollständigen Räumung des Gebäudes führte. In Zusammenarbeit mit der Polizei wurde das Gebiet um das Haus großzügig abgesperrt, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.
Medizinische Versorgung und weitere Maßnahmen
Zwei Verletzte wurden noch vor Ort medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Zum Schutz vor möglichen Gesundheitsgefahren begab sich ein speziell ausgerüsteter Trupp unter Chemikalienschutzanzug (CSA) in den Kellerbereich.
Im Keller stellten die Einsatzkräfte zwei 20-Liter-Fässer sicher, von denen mindestens eines bereits undicht war. Beide Behälter wurden zur weiteren Sicherung in einem Überfass gesichert und entfernt. Die genaue Identität des ausgetretenen Stoffs ist bislang nicht bekannt.
Koordination und Unterstützung vor Ort
Zur weiteren Einschätzung und Beseitigung des Stoffs übernimmt ein spezialisiertes Fachunternehmen die Einsatzstelle. Die Feuerwehr erhält zudem Unterstützung durch einen Fachberater ABC aus Hattingen und koordiniert in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst die laufenden Maßnahmen.
Der Rettungsdienst war mit bis zu 24 Kräften und zehn Fahrzeugen vor Ort. Neben der hauptamtlichen Wache waren alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Einsatzführungsdienst alarmiert und im Einsatz.
Verkehr und aktuelle Lage
Die Kaiserstraße bleibt im Bereich zwischen Bahnhofstraße und Gartenstraße nach wie vor teilweise gesperrt. Die Bevölkerung wird gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Der Einsatz ist weiterhin aktiv und es wird mit einer anhaltenden Sperrung gerechnet, bis die Gefahr vollständig gebannt ist.
Weitere Entwicklungen werden von den Behörden kommuniziert, sobald gesicherte Informationen vorliegen.