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Blaulicht

Sprachprüfungs-Betrug in Köln aufgedeckt

20 Tatverdächtige mit gefälschten Ausweisen ertappt – Ermittlungen gegen Hintermänner laufen

Von Blaulichtreport26.02.26, 15:03

Nach einem mehrstündigen Einsatz ist der Polizei Köln am Mittwochnachmittag, dem 25. Februar, ein bedeutender Schlag gegen organisierten Betrug bei Sprachprüfungen gelungen. Insgesamt 20 Personen versuchten, bei einem Sprachinstitut in der Herzogstraße, Altstadt-Süd, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein offizielles Sprachzertifikat zu erhalten. Der Einsatz zeigt das Ausmaß und die Konsequenzen von Betrugsversuchen im Bereich Sprachzertifikate und Aufenthaltsrecht.

Geplanter Betrug bei Sprachprüfungen

Gegen 13:30 Uhr erhielt die Polizei einen entscheidenden Hinweis: Verdächtige hatten sich online zu einem Sprachtest angemeldet und dabei gefälschte Ausweise vorgelegt. Die Betrugsmasche bestand darin, dass einzelne Personen die Prüfung stellvertretend für andere ablegten, die selbst nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten.

Mit solch erschlichenen Sprachzertifikaten versuchten die Beteiligten, Vorteile bei Einbürgerungsverfahren oder zur Regelung ihres Aufenthaltsstatus zu erwirken. Dies stellt nicht nur eine Straftat dar, sondern kann auch ernste Folgen für die Integrität von Integrations- und Ausländerbehörden haben.

Kurz erklärtSprachzertifikat

Ein Sprachzertifikat ist ein offizielles Dokument, das die Sprachkenntnisse einer Person auf einem bestimmten Niveau bestätigt. Es wird oft für Bildungszwecke, Einbürgerung oder den beruflichen Werdegang benötigt.

Polizeiliches Vorgehen und erste Ergebnisse

Beim koordinierten Großeinsatz des Wachdienstes und des Fachkommissariats – unter Leitung des Kriminalkommissariats 35 – wurden 18 Personen in mehreren Gebäuden überprüft. Insgesamt leitete die Polizei gegen 20 Beteiligte Strafverfahren ein.

  • Kontrolle von 18 Verdächtigen am Einsatzort
  • Einleitung von Strafverfahren gegen 20 Personen
  • Feststellung von zwei Haftbefehlen
  • Sicherstellung von 36 Beweismitteln, darunter zahlreiche Identitätsdokumente
  • Die beiden Personen mit offenen Haftbefehlen konnten ihre Geldstrafen direkt vor Ort begleichen und somit eine sofortige Inhaftierung abwenden.

    Ermittlungen gegen Hintermänner

    Die Staatsanwaltschaft ordnete noch am selben Abend in drei Fällen Wohnungsdurchsuchungen im Ruhrgebiet an. Das Kriminalkommissariat 35 führt die Ermittlungen zu möglichen Hintermännern und Auftraggebern der gefälschten Sprachprüfungen fort.

    Der erfolgreiche Einsatz unterstreicht die Bedeutung von Zusammenarbeit zwischen Polizei, Sprachinstituten und Justiz im Kampf gegen dokumentengebundenen Betrug. Die Ermittlungen dauern an.

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