Einfache Sprache
Detmold erweitert Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-Straße
Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-Straße
Die Stadt Detmold erweitert den Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-Straße.
Ein neues Mulden-Damm-System soll Unternehmen vor Starkregen schützen.
Das System soll auch Überflutungen verhindern.
Das System soll die Jowat SE schützen.
Außerdem soll es benachbarte Unternehmen schützen.
Die Stadt legt das System nördlich vom Jowat-Firmengelände an.
Das System bremst abfließende Niederschläge von den angrenzenden Feldern.
Das System leitet das Wasser in Richtung eines Teiches.
Der Teich liegt in der Nähe der Einrichtung „SonVida“.
Von dort soll das Wasser in die Sylbecke abgeführt werden.
Die Stadt sagt, dass der Abschnitt der Ernst-Hilker-Straße geschützt ist.
Die Stadt nennt als Beispiel das Tankstellengelände gegenüber.
Die Stadt nennt auch Nachbarfirmen der Jowat SE.
Technik mit Wickelschläuchen
Die Topocare GmbH aus Gütersloh setzt das Wickelschlauchverfahren ein.
Topocare nutzt das Verfahren bereits in Klüt.
Das Wickelschlauchverfahren entwickeln Topocare und die Technische Hochschule OWL gemeinsam.
Die Technik füllt Schläuche mit der vorhandenen Erde.
Die Technik dreht die Schläuche anschließend zusammen.
Mehrere Schläuche ordnet man übereinander an.
Andreas Hoffmann ist Teamleiter für Gewässerplanung und Starkregenvorsorge.
Andreas Hoffmann beschreibt das Verfahren als stabiler als einen herkömmlichen Deich.
Er nennt als Vorteil die Wirkung bei überströmter Krone.
Bei überströmter Krone soll die Deckschicht erodieren.
Das Bauwerk soll dabei nicht brechen.
Die Stadt vergibt die Verlegung der Schläuche an Topocare.
Die ortsansässige Firma Greger unterstützt die Erdarbeiten.
Die Stadt sagt, beide Firmen arbeiten seit 2024 zusammen.
Die Zusammenarbeit beginnt laut Stadt mit einer ersten Umsetzung eines Mulden-Wall-Systems.
Weiterer Ausbau entlang der Ernst-Hilker-Straße
Die Stadt plant weitere Maßnahmen an der Ernst-Hilker-Straße.
Ein vorhandener und stark genutzter Radweg soll saniert werden.
Der Radweg verläuft von der Klüter Poststraße zur Ernst-Hilker-Straße.
Der Radweg soll auf 5,50 Meter verbreitert werden.
Der Radweg soll außerdem höher gelegt werden.
Die Stadt sagt, dadurch entsteht ein weiterer Damm.
Der weitere Damm soll ein vorgelagertes Rückhaltebecken haben.
Zusätzlich soll das Wickelschlauchverfahren zwei Querdämme schaffen.
Außerdem soll das Verfahren eine weitere Anlage entlang der nördlichen Ackerfläche schaffen.
Die Stadt nennt als Ziel mehr Sicherheit für Anwohner der Poststraße.
Roland Draier ist geschäftsführender Gesellschafter von Topocare.
Roland Draier sagt, es sollen insgesamt 3,5 Kilometer Schlauch verarbeitet werden.
Einbindung in weitere Projekte
Die Stadt sagt, die Maßnahmen fließen in eine Masterarbeit ein.
Die Masterarbeit entsteht an der Technischen Hochschule OWL.
Eine Studentin untersucht Hochwasserschutz an Kleingewässern.
Sie untersucht auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Menschen.
Die Stadt plant den Einbau von Sensoren in die Wickeldämme.
Die Sensoren sollen Aufschluss über Setzungsbewegungen geben.
Andreas Hoffmann sagt, die Daten sollen weiterhelfen.
Die Daten sollen genutzt werden, um die Asphaltdecke zu planen.
Die Stadt nennt als Ziel, die Asphaltdecke erst nach dem Setzen aufzuziehen.
Die Stadt will so frühzeitige Abplatzungen vermeiden.
Die Stadt will außerdem spätere Sanierungen vermeiden.
Reaktionen aus Unternehmen und Verwaltung
Ralf Nitschke ist Vorstand der Jowat-Vorstand.
Ralf Nitschke sagt, das Unternehmen war zweimal betroffen.
Er meint die Folgen extremer Starkregenereignisse.
Ralf Nitschke begrüßt die neue Technik.
Er nennt die Technik als künftigen Schutz vor weiterer Überschwemmung.
Er dankt den Erfindern des Dammkonzepts.
Er dankt auch den beteiligten Hochschulen.
Er dankt außerdem der Stadt Detmold.
Frank Hilker ist Bürgermeister der Stadt Detmold.
Frank Hilker bezeichnet das Vorgehen als mutig.
Er nennt das Vorgehen auch innovativ.
Frank Hilker sagt, die Stadt denke verschiedene Themen zusammen.
Er sagt, die Stadt betrete Neuland, um bei Krisen nicht nachzulaufen.