BarrierefreiheitEinfache Sprache
NRW4000 Logo
LandkreiseVeranstaltungen

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • KI-Hilfsmittel
  • Transparenzbericht
  • Unsere Quellen
  • Über uns
  • Styleguide

Verlag & Partner

  • Hessen App GmbH
  • dashdesign;
  • Die Stadt App
  • Die Mittelhessen-App
  • Herold News

Service

  • Kontakt
  • Problem melden
  • Werbung schalten
  • PUR-Abo & Kündigung

© 2026 Hessen App GmbH

Sprache wählen

Detmold erweitert Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-Straße

Mulden-Damm-System mit Wickelschlauchverfahren für den Schutz von Jowat SE und benachbarten Unternehmen sowie Beobachtungen von Setzungsbewegungen

Von Detmolds Redaktion20.08.26, 13:45

Die Stadt Detmold hat den Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-Straße erweitert. Ein neues Mulden-Damm-System soll die Jowat SE sowie die benachbarten Unternehmen vor Starkregen und Überflutungen schützen.

Das System wurde nördlich des Jowat-Firmengeländes angelegt. Es bremst abfließende Niederschläge von den angrenzenden Feldern und leitet das Wasser in Richtung eines Teiches in der Nähe des „SonVida“ weiter. Von dort soll es in die Sylbecke abgeführt werden. Nach Angaben der Stadt sind damit alle Unternehmen in diesem Abschnitt der Ernst-Hilker-Straße geschützt, darunter auch das Tankstellengelände gegenüber und die Nachbarfirmen der Jowat SE.

Technik mit Wickelschläuchen

Zum Einsatz kam das Wickelschlauchverfahren der Firma Topocare aus Gütersloh, das bereits in Klüt verwendet wurde. Das Verfahren wurde gemeinsam mit der Technischen Hochschule OWL entwickelt. Dabei werden Schläuche mit der vor Ort vorhandenen Erde gefüllt und zusammengedreht. Mehrere dieser Schläuche werden übereinander angeordnet.

Andreas Hoffmann, Teamleiter für Gewässerplanung und Starkregenvorsorge bei der Stadt Detmold, beschreibt das Verfahren als stabiler als einen herkömmlichen Deich. Ein weiterer Vorteil sei, dass bei überströmter Krone zwar die Deckschicht erodiere, das Bauwerk selbst aber nicht breche.

Die Stadt hatte die Verlegung der Schläuche an Topocare vergeben. Bei den Erdarbeiten unterstützte die ortsansässige Firma Greger. Beide Unternehmen arbeiteten nach Angaben der Stadt bereits seit der erstmaligen Umsetzung eines Mulden-Wall-Systems im Jahr 2024 zusammen.

Weiterer Ausbau geplant

Die Maßnahmen an der Ernst-Hilker-Straße sollen damit nicht enden. Der vorhandene und stark genutzte Radweg von der Klüter Poststraße in Richtung Ernst-Hilker-Straße soll saniert, auf 5,50 Meter verbreitert und höher gelegt werden. Dadurch entsteht nach Angaben der Stadt ein weiterer Damm mit einem vorgelagerten Rückhaltebecken.

Zusätzlich sollen mit dem Wickelschlauchverfahren noch zwei Querdämme und eine weitere Anlage entlang der nördlich gelegenen Ackerfläche entstehen. Ziel ist es, auch die Sicherheit für die Anwohner der Poststraße zu erhöhen.

Roland Draier, geschäftsführender Gesellschafter von Topocare, erklärte, dass für die Arbeiten insgesamt 3,5 Kilometer Schlauch verarbeitet werden sollen.

Einbindung in weitere Projekte

Nach Angaben der Stadt fließen die Maßnahmen außerdem in eine Masterarbeit einer Studentin an der TH OWL ein. Sie untersucht, wie sich Hochwasserschutz an Kleingewässern mit einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Menschen verbinden lässt.

Zusätzlich sollen Sensoren in die Wickeldämme eingebaut werden. Sie sollen Aufschluss über Setzungsbewegungen geben. Andreas Hoffmann sagte, diese Daten würden genutzt, um die Asphaltdecke für den neuen Radweg erst dann aufzuziehen, wenn sich der Boden gesetzt habe. So sollen frühzeitige Abplatzungen und spätere Sanierungen vermieden werden.

Reaktionen aus Unternehmen und Verwaltung

Jowat-Vorstand Ralf Nitschke verwies darauf, dass das Unternehmen bereits zweimal von den Folgen extremer Starkregenereignisse betroffen gewesen sei. Er begrüßte die neue Technik als künftigen Schutz vor weiterer Überschwemmung und bedankte sich bei den Erfindern des Dammkonzepts, den beteiligten Hochschulen und der Stadt Detmold. Bürgermeister Frank Hilker bezeichnete das Vorgehen als mutig und innovativ und betonte, dass die Stadt verschiedene Themen miteinander denke und Neuland betrete, um bei Krisen nicht mehr hinterherzulaufen.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

WhatsAppFacebookXE-Mail
Detmold erweitert Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-Straße
Detmold erweitert Hochwasserschutz an der Ernst-Hilker-StraßeFoto: Stadt Detmold) Hochwasserschutz 2: Hochwasserschutz für die Jowat SE und ihre Nachbarn. Andreas Hoffmann (Zweiter von rechts) erklärt Jowat-Vorstand Ralf Nitschke (Zweiter von links) die Funktionsweise des Systems, während Bürgermeister Frank Hilker seinen Blick auf die Umsetzung vor Ort richtet. Im Hintergrund: Sergej Greger (Fa. Greger) und Michael Pape (Jowat SE). (Foto: Stadt Detmold)Bild 1 von 2

Artikel anhören

Ihr Browser unterstützt die Audiowiedergabe nicht.