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Offizieller Baustart für das Zukunftsprojekt im Quartier Hornsches Tor

Symbolischer erster Spatenstich in Detmold: Auf rund 10.000 Quadratmetern sind Handels-, Büro- und Praxisflächen, Wohnen sowie ein Hotel vorgesehen

Von Detmolds Redaktionvor 19 Std

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich ist im neuen Quartier Hornsches Tor (QHT) in Detmold der offizielle Startschuss für eines der städtebaulichen Zukunftsprojekte der Stadt gefallen. Am vergangenen Freitag prägten Aufbruchstimmung, Zuversicht und ein starkes Wir-Gefühl den Auftakt im südlichen Eingangsbereich zur Innenstadt.

Begleitet von Livemusik und einer Tanzperformance von Tänzern des Detmolder Landestheaters unter der Leitung des neuen Ballettdirektors Ivan Alboresi versammelten sich zahlreiche Gäste in der Baugrube. Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal soll in den kommenden zwei Jahren ein neues Quartier entstehen.

Geplante Nutzungen im Quartier Hornsches Tor

Vorgesehen sind eine Handelsimmobilie mit dem Modehaus Klingemann als Ankermieter, Büro- und Praxisräume, Wohnraum, eine Rooftop-Bar, ein Parkhaus, ein Edeka-Vollsortimenter sowie ein B&B-Hotel.

Bürgermeister Frank Hilker bezeichnete den Spatenstich als wichtigen Meilenstein. Er verwies darauf, dass damit ein mehr als elf Jahre langer Prozess abgeschlossen werde, der von wechselnden Entwicklungen und schwierigen Herausforderungen geprägt gewesen sei. Die Stadt habe die Entwicklung am Hornschen Tor schließlich selbst und in eigener Verantwortung übernommen. Ziel sei ein Mix von Angeboten, der die Innenstadt „gewaltig stärken“ werde.

Mit Blick auf die Finanzierung betonte Hilker außerdem, dass Konsolidierung des Haushalts und Investitionen in die Infrastruktur kein Widerspruch seien. Nur mit zukunftsfähigen Investitionen, auch finanziert aus dem Sondervermögen, stelle sich Detmold zukunftsfähig auf, damit Fachkräfte und Unternehmen weiter in die Stadt kämen.

Rückhalt aus Handel, Wirtschaft und Stadtentwicklung

Auch der Handelsverband NRW OWL begrüßte den eingeschlagenen Weg. Dessen Vorsitzender Prof. Dr. Johannes Beverungen lobte die vorausschauende Haltung der Stadt und erklärte: „Sie haben den Aufbruch gewagt, als viele Kommunen noch zögerten.“ Mit dem Modehaus Klingemann erhalte Detmold etwas, das nicht austauschbar, sondern unverwechselbar sei.

Jens Klingemann, Geschäftsführer des Modehauses Klingemann, blickte ebenfalls optimistisch auf den neuen Standort. Detmold sei eine Stadt, die zum Unternehmen passe. Ziel sei es nicht, eine anonyme Filiale des Stammhauses in Höxter einzurichten, sondern mit Mitarbeitenden vor Ort präsent zu sein und ein persönliches Gesicht zu zeigen. Man sei gekommen, um zu bleiben.

Christian Schmidt, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Detmold, hob den Zusammenhalt in der Stadt hervor. Die Stärke Detmolds liege darin, dass nicht nebeneinander, sondern miteinander gearbeitet werde. Alle wollten gemeinsam etwas Positives bewegen. Zugleich warb er dafür, sich selbstbewusster zu zeigen, da Detmold sich sehen lassen könne.

Für die bauliche Umsetzung äußerte sich Michael Garstka, Geschäftsführer der LIST Develop Commercial GmbH & Co. KG, zuversichtlich. Das Unternehmen entwickle, plane und realisiere Einzelhandel, Büro, Wohnen, Hotel, Nahversorgung und Parkraum aus einer Hand. Für Detmold bedeute das verlässliche Termine, gebündelte Verantwortung und ein neues, lebendiges Stadtquartier. Die Grundsteinlegung sei ein sichtbares Zeichen dieser Verlässlichkeit.

Vincent Sander, Geschäftsführer der Immobiliengruppe Sander aus Detmold und Investor für Nahversorger und Hotel, erinnerte daran, dass das Projekt gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft und der Sparkasse auf den Weg gebracht worden sei, bis die Risiken für alle vertretbar gewesen seien. Nun könne die Planung so umgesetzt werden, wie die Stadt Detmold sie sich gewünscht habe.

Der Beigeordnete der Stadt Detmold, Thorsten Paulussen, stellte das Engagement der Stadtentwicklungsgesellschaft in den Mittelpunkt. Es sei trotz der großen Herausforderungen der Zeit der richtige Weg, dieses wichtige Einfallstor in die Stadt selbst zu gestalten. Er sei sicher, dass in zwei Jahren alle sehr zufrieden mit dem sein werden, was dann entstanden sei.

Nächste Schritte auf der Baustelle

Nach dem feierlichen Auftakt werden die Arbeiten auf dem Areal nun zügig fortgesetzt, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Zunächst wird der Baugrund mit den vor Ort abgelegten Recyclingmaterialien vorbereitet. Anschließend beginnen die Arbeiten für den Bau der Tiefgarage des neuen Parkhauses.

Weitere Eindrücke vom Auftakt

In zwei informativen Talkrunden rund um das neu entstehende Quartier Hornsches Tor tauschten sich die Beteiligten zudem zu den Themen Handel und Bauen aus. Die Bildunterzeilen der Mitteilung verweisen außerdem auf den symbolischen Spatenstich, die Tanzdarbietung des Landestheaters Detmold sowie den Talk im Umfeld des Projekts.

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Mehrere Personen führen einen symbolischen Spatenstich an einer Baustelle im Quartier Hornsches Tor aus.
Symbolischer Spatenstich im Quartier Hornsches Tor.Foto: detmold.deBild 1 von 2

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