Einfache Sprache
Amtlicher Erntebericht: Rainer kündigt Liquiditätshilfen für Landwirtschaft und Fischereiwirtschaft an
Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer stellte den Erntebericht vor.
Rainer kündigte zugleich Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität an.
Die Maßnahmen sollen land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie die Fischereiwirtschaft unterstützen.
Das Ministerium sieht deutliche regionale Unterschiede im Bericht.
Das Ministerium beschreibt insgesamt eine angespannte Lage in mehreren Agrarbereichen.
Vor allem Trockenheit und Hitze hinterließen in einigen Regionen Spuren.
Erntemengen und erwartete Rückgänge
Die Erntemenge beim Getreide liegt rund 37,4 Millionen Tonnen.
Die Menge liegt laut Ministerium um 7,3 Prozent unter dem Vorjahr.
Beim Winterweizen erwartet das Ministerium einen Rückgang um 10,4 Prozent.
Beim Winterraps erwartet das Ministerium ein Minus von 11,5 Prozent gegenüber 2025.
Die Ernte späte Kulturen ist im September noch nicht abgeschlossen.
Zu den späten Kulturen zählt das Ministerium Zuckerrüben.
Zu den späten Kulturen zählt das Ministerium Körnermais.
Zu den späten Kulturen zählt das Ministerium Kartoffeln.
Zu den späten Kulturen zählt das Ministerium Hopfen.
Für den Futterbau nennt das Ministerium Grünland und Silomais.
Das Ministerium ordnet die Ernte im September auch für den Futterbau noch ein.
Das Ministerium sagt: Vorläufige Schätzungen lassen hohe Ertragsverluste erwarten.
Das Ministerium nennt besonders den Mais im Süden und Südwesten.
Der Mais sei vielerorts kaum gewachsen.
Der Mais habe teils nicht einmal Kolben ausgebildet.
Regionale Ergebnisse
In Bayern liegt die Getreideernte laut Ministerium bei minus 8,6 Prozent.
Der Vergleich gilt gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt.
In Mecklenburg-Vorpommern gilt Raps als wichtigstes Anbauland.
In Mecklenburg-Vorpommern erwartet das Ministerium Hektarerträge rund 25 Prozent darunter.
Das Ministerium führt die Abweichung vor allem auf Insektenschäden zurück.
Probleme bei Futter und Preisen
Zusätzlich belastet die Lage beim Futter viele Betriebe.
Im Süden und Südwesten wuchs auf vielen Wiesen kaum Gras nach.
Darum mussten viele Betriebe bereits im Sommer Futterreserven nutzen.
Die Lage wirkt sich auch auf die Preise aus.
Heu verteuerte sich laut Ministerium im August um 17 Prozent.
Die Verteuerung betrifft laut Ministerium bundesweit den Heupreis.
Mehrere Krisen und Kostensteigerungen
Das Ministerium nennt neben Witterungsfolgen auch weitere Krisen.
Das Ministerium nennt auch Kostensteigerungen in der Landwirtschaft.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe weltweit Verwerfungen ausgelöst.
Die Nahost-Krise habe laut Ministerium ebenfalls Verwerfungen ausgelöst.
Die Verwerfungen betrafen laut Ministerium Energie- und Düngemittelmärkte.
Die Verwerfungen betrafen laut Ministerium auch Lieferketten.
Laut Ministerium stiegen dadurch die Produktionskosten.
Laut Ministerium sinken vielerorts gleichzeitig die Erzeugerpreise.
Das betrifft laut Ministerium unter anderem Schweinefleisch.
Das Ministerium sagt, diese Summe setze Betriebe stark unter Druck.
Alois Rainer zu Bedeutung und Lage
Rainer sagte, die Ernährungssicherung und die Arbeit an Kulturlandschaften müssten zuverlässig sein.
Rainer sagte, die Politik dürfe Betriebe in dieser Lage nicht alleinlassen.
Rainer sagte, der Erntebericht zeige Licht und Schatten.
Rainer sagte, die Unterschiede seien regional groß.
Rainer sagte, die Erntezahlen erzählten allein nicht die ganze Geschichte.
Rainer sagte, die Zahlen dürften nicht über die ernste Lage hinwegtäuschen.
Geplante Hilfen und Programme
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat setzte einen Liquiditätsrahmen auf.
Das Ministerium kündigte weitere Unterstützungsmaßnahmen an.
Für das erste Liquiditätsprogramm gilt:
- Das bestehende Liquiditätshilfeprogramm mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank wird um 300 Millionen Euro aufgestockt.
- Das Darlehensvolumen soll insgesamt 500 Millionen Euro betragen.
- Die Darlehen sollen unbürokratisch und schnell bereitgestellt werden.
- Ein Nachweis einer Notlage soll nicht nötig sein.
- Ein Nachweis der Verwendung soll laut Plan nicht nötig sein.
Für das zweite Liquiditätsprogramm gilt:
- Das Ministerium stimmt sich mit dem Bundesministerium der Finanzen ab.
- Das zweite Liquiditätsprogramm soll ebenfalls über die Landwirtschaftliche Rentenbank laufen.
- Das Programm soll schlank ausgestaltet sein.
- Das Programm soll möglichst zeitnah starten.
- Die Zinsen sollen laut Plan deutlich gesenkt werden.
- Die Laufzeiten sollen laut Plan länger sein.
Das Dünger- und Energie-Krisenpaket betrifft EU-Düngemittelhilfen:
- Die EU-Düngemittelhilfen sollen insgesamt 60 Millionen Euro betragen.
- Das Ministerium will Hektarprämien für betroffene Betriebe zahlen.
- Die Hektarprämien sollen Betriebe treffen, deren Kosten stark stiegen.
- Das betrifft laut Plan Dünger- oder Dieselkosten.
- Die Umsetzung soll unbürokratisch erfolgen.
- Das Ministerium plant ein ohne kompliziertes Antragsverfahren.
Zum Risikoausgleich und zur Gewinnglättung nennt das Ministerium zwei Punkte:
- Das Ministerium setzt sich für eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage ein.
- Damit sollen Betriebe in guten Jahren steuerfrei für Krisenjahre vorsorgen können.
- Das Ministerium strebt eine Verstetigung der Gewinnglättung an.
- Die Verstetigung soll über 2028 hinaus gelten.
- Die Maßnahme soll stark schwankende landwirtschaftliche Einkommen ausgleichen.
Zur Absicherung gegen Wetterrisiken plant das Ministerium eine Mehrgefahrenversicherung:
- Das Ministerium will Mehrgefahrenversicherungen über die GAK fördern.
- Die Förderung soll gemeinsam mit den Bundesländern erfolgen.
- GAK bedeutet Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.
Für Wälder nennt das Ministerium Waldhilfen:
- Das Ministerium will vorhandene Bundesmittel für Wälder vollständig mobilisieren.
- Die Bundesmittel sollen laut Plan bis zu 100 Millionen Euro betragen.
- Das Geld soll in Waldumbau und Waldschutz investiert werden.
- Das Ziel lautet: schnellerer Umbau zu klimaresilienten Wäldern.
- Das Ziel umfasst auch Waldschutz und Prävention.
Unterstützung für die Fischerei
Das Ministerium will auch die Fischerei unterstützen.
Das Ministerium