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Deutsche Hockey-Frauen unterliegen den Niederlanden

Trotz starkem Kampf endet das EM-Spiel 1:5 – Bundestrainerin fordert mehr Cleverness

Von Herold Sport11.08.25, 23:28

In diesem Artikel

JS
Janneke Schopman
LW
Linnea Weidemann
LM
Lena Micheel
FF
Florian Fuchs
AS
Anne Schrö
TG
Tom Grambusch
BS
Benedikt Schwarzhaupt
TP
Thies Prinz
JR
Jill Roord

Die deutschen Hockey-Frauen standen im zweiten EM-Spiel einer großen Herausforderung gegenüber: Sie trafen auf den amtierenden Olympiasieger und Europameister Niederlande. Bereits nach dem ersten Viertel lag das Team überraschend mit 0:3 zurück, am Ende hieß es deutlich 1:5 – eine klare Angelegenheit zugunsten der Niederländerinnen.

Spannung trotz frühem Rückstand

Schon vor Anpfiff des Spiels war im deutschen Team die Entschlossenheit spürbar. "Wir gehen mit der größtmöglichen 'Jetzt erst recht'-Haltung diesen Kracher an", hieß es aus dem Mannschaftskreis. Nach einer Phase konsequenter Defensivarbeit gelang dem deutschen Team der zwischenzeitliche Anschlusstreffer – ein Lichtblick, der Hoffnung schürte. Dennoch waren die Niederländerinnen an diesem Tag effizienter und nutzten ihre Chancen konsequent.

Starke Unterstützung und prominente Fans

Die Atmosphäre im Stadion in Mönchengladbach war von Unterstützung geprägt. Zahlreiche DHB-Spieler wie Tom Grambusch, Benedikt Schwarzhaupt und Thies Prinz unterstützten das Team von der Tribüne aus und gaben Autogramme. Besonders ins Auge fiel Fußball-Topstar Jill Roord, die als Lebensgefährtin der niederländischen Doppeltorschützin Pien Sanders mitfieberte.

Stimmen nach dem Spiel

Nach dem Spiel zogen Trainerteam und Spielerinnen ein kritisches, aber konstruktives Fazit:

  • Bundestrainerin Janneke Schopman lobte die Widerstandsfähigkeit ihres Teams: "Es gab Weltklasse. Jeder hat Widerstandsfähigkeit bewiesen. Energie war unten, aber sie haben weitergespielt. Wir standen schon 0:3. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber hätten ein bisschen smarter agieren können." Zur Vorbereitung bemängelte sie jedoch individuelle Fehler und betonte, dass man beim nächsten Mal den Job besser erledigen müsse.
  • Co-Kapitänin Linnea Weidemann gab zu, dass die deutsche Mannschaft schnell überlaufen wurde: "Die Niederländerinnen haben einfach die ersten Chancen genutzt. Es ist passiert, aber sie haben verdient gewonnen." Dennoch zeigte sie Stolz auf die Teamleistung, auch wenn es technisch aktuell noch nicht reicht, um weitere Punkte einzufahren.
  • Torschützin Lena Micheel äußerte zur Stimmung nach dem Spiel: "Die Stimmung ist durchwachsen. Es gibt Stolz für den Fight. Das schwierige Viertel haben wir angenommen. Phasenweise haben wir dagegen gehalten und wollen von der Weltspitze lernen." Besonders die Strafecken sieht sie als ausbaufähigen Bereich, blickt aber mit Optimismus auf das kommende Spiel und fordert ein offensiveres, mutigeres Auftreten.
  • Experteneinschätzungen

    Experte Florian Fuchs, selbst Olympiasieger und Europameister, hob hervor, wie konsequent und körperbetont die Niederländerinnen auftreten. Anne Schrö, ebenfalls Expertin, sprach die Energieleistung der deutschen Mannschaft unter erschwerten Bedingungen an, mahnte aber auch Gelassenheit: Es handelte sich um ein Gruppenspiel und das Turnier sei noch nicht vorbei.

    Ausblick auf die weiteren Spiele

    Die EuroHockey Championships in Mönchengladbach laufen noch bis zum 18. August. Für die deutschen Teams stehen folgende Begegnungen an:

    • Männer: Dienstag, 13.08.: Deutschland - Polen
    • Frauen: Mittwoch, 13.08.: Irland - Deutschland
    • Finalspiele, Halbfinals sowie Inklusionsspiele folgen an den darauffolgenden Tagen und sorgen weiterhin für Spannung im europäischen Hockey.

      Kurz erklärtStrafecke

      Eine Strafecke ist eine Standardsituation im Hockey, bei der die angreifende Mannschaft nach einem Regelverstoß des Gegners besonders gute Chancen auf ein Tor hat. Das Spiel wird von einer der Schusskreisecken wieder aufgenommen.

      Informationen für Interessierte

      Alle Spiele der EuroHockey Championships werden live und kostenlos übertragen. Weitere Informationen zum Turnier und aktuellen Spielplänen finden Interessierte unter den offiziellen Seiten der Ausrichter.

      Das deutsche Team steht trotz der Niederlage weiterhin vor wichtigen Aufgaben. Mit einer 'Jetzt erst recht'-Mentalität soll das nächste Spiel mutiger und entschlossener angegangen werden.

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